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© Frank Rosenbauer 1991-2017

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Kreis Altenkirchen.

(fr) 11 Prozent der Einwohner des Kreises gehören einem Gesangverein an, zusätzlich singen noch viele in Kirchenchören - bundesweit sind es nur 3 Prozent.

Darauf hat jetzt der Kreisbeigeordnete Ottmar Haardt hingewiesen, als Schirmherr bei der Feier zum 75.

Geburtstag des Sängerkreises in der Stadthalle Betzdorf.

Haardt sagte weiter, mit ihren Konzerten und Festen, dem Mitwirken bei Gottesdiensten, Feiern und Jubiläen "halten die Chöre, neben den anderen örtlichen Vereinen, das Dorf lebendig."

Daß jedoch die Lebendigkeit der Chöre selbst bedroht ist, daran gemahnte der Präsident des Sängerbundes Rheinland-Pfalz, Klaus Hermann.

"Nur jene Chöre werden überleben, die ihre Organisation und ein teilweise nicht mehr zeitgemäßes Repertoire erneuern."

Hermann dankte dem Sängerkreisvorstand, insbesondere dem Vorsitzenden Norbert Eisel, "dem es zu verdanken ist, daß alte Strukturen aufgebrochen werden und die Jugendarbeit in den Vordergrund gestellt wird."

Unter den 133 Mitgliedschören des Sängerkreises sind allein 13 Kinder- und Jugendchöre.

Neben den 68 Männerchören und einer Instrumentalgruppe gibt es im Sängerkreis Altenkirchen 31 gemischte Chöre und 20 Frauenchöre.

"Die Bilanz kann sich sehen lassen", sagte Ottmar Haardt:

Über 14000 Mitglieder, davon 4117 aktive, hat der Sängerkreis heute.

73 Gesangvereine gab es im Kreis Altenkirchen, als der Sängerkreis gegründet wurde, als "Sängerbund für den Oberkreis Altenkirchen", am 3.

März 1923 auf Initiative der Männergesangvereine Liederkranz Kirchen und Germania Betzdorf.

Unter den Gründervätern waren Germania-Chorleiter Karl Großkurth, Besitzer des legendären Hotels "Deutsches Haus" in Betzdorf, und der Lehrer Karl Krefeld aus Kirchen - erster Vorsitzende des Sängerkreises.

1934 mußte er sein Amt bei den Wahlen zum neuen "Kreissängerführer" abgeben:

Als Mitglied der Zentrumspartei war Krefeld nicht nazi-konform.

Im Zweiten Weltkrieg stellten viele Chöre ihre Proben ein.

An manchen Orten gelang es zumindest zeitweise, die Chorarbeit weiterzuführen, oft dadurch, daß man erstmals Frauen einbezog und sich zu gemischten Chören wandelte.

Nach dem Krieg erfolgte die Neugründung als "Sängerbund für den Kreis Altenkirchen" im Saal Heikaus nahe des Kirchener Bahnhofs.

Weil der Kreisvorsitzende Rudolf Eisel (Wehbach) von den alliierten Militärbehörden nicht akzeptiert wurde und auch sein Stellvertreter Franz Euteneuer aus Birken nicht seines Amtes walten durfte - er mußte stattdessen für eine Woche ins französische Militärgefängnis in Kirchen -, wurde Josef Molzberger zum ersten Sängerkreis-Vorsitzenden nach dem Krieg gewählt.

Der Malermeister aus Offhausen verfaßte den Text zur Hymne des Sängerbundes Rheinland-Pfalz - die Komposition stammte von seinem prominenten Freund Prof.

Rudolf Desch, der drei Jahrzehnte Bundeschormeister war.

Zweitausend Menschen strömten zur Kirchener Sigambria zum ersten Kreisfreundschaftssingen nach dem Krieg.

In den 50er Jahren waren Chöre mit 50 oder 100 Sängern keine Seltenheit.

1952 fand erstmals der rheinland-pfälzische Sängertag in Kirchen statt:

Mehrere Tausend Sänger sangen in fünf Großkonzerten.

Von 1965 bis 1998 stieg die Mitgliederzahl im Kreis noch einmal um 74 Prozent.

Weil im Sängerkreis Altenkirchen stets auf gute Ausbildung geachtet wurde, sammelten die Chöre bis heute 54 Meisterchortitel - kein Sängerkreis in Rheinland-Pfalz schaffte mehr.

Amtierende Meisterchöre sind derzeit im Oberkreis die Männergesangvereine Cäcilia Betzdorf, Frohsinn Bruche, Germania Breitscheidt, Liedertafel Mudersbach und Niederschelderhütte sowie Birken, Liederkranz Kirchen und Wallmenroth, Eintracht Rosenheim, der Gemischte Chor Birnbach, das Vokalensemble Velten und der Singkreis Westerwald-Sieg.

(fr) Erstmals ohne echten Gaststar, und mit weniger beschaulicher Phantasie, präsentierte sich jetzt die Zelttournee "Palatino" in Hachenburg - trotzdem geriet die internationale Mischung aus irrer Comedy, hochklassiger Musik und besonderem Varieté im Kultursommer Rheinland-Pfalz wieder zu einem Bombenerfolg.

Das dreistündige Programm an drei Abenden lockte die Zuschauer in Strömen.

Das Publikum weiß inzwischen:

"Palatino" bedeutet "Hingehen und gucken!" - aber besser nicht in der ersten Reihe ...

Das "Chaostheater Oropax", das beim letzten Mal Besuchern Socken auszog oder Handtaschen abnahm und auf der Bühne ausleerte, hatte diesmal gleich die Moderation und damit die Regie übernommen.

Leider war der Palatino-Publikumsrenner "Electric Man" nicht mehr dabei, doch überraschenderweise gelang es ausgerechnet einem Comedian aus Australien, Rob Spence, den Verlust mehr als wettzumachen.

Dafür sorgte auch eine belgischer Grimassenschneider namens Elliot, der sein Gesicht derart verformen konnte, daß es ihm bereits den Gewinn des Festivals in Montreux einbrachte.

So viel verrückte Comedy wie nie spielte sich auf der Bühne ab im schönen, sternmotivgeschmückten Kulturzelt.

Musikalisches Highlight war ein hochkarätiges Klavier-Gesang-Bluesharp-Trio, allerdings ohne echten Star (in den Vorjahren u. a.Jule Neigel, Pe Werner, Joy Fleming).

Auch die verträumt-spielerischen Momente waren diesmal Mangelware.

Das fünfte "Palatino"-Programm war das bisher schnellste - von der ursprünglichen "Nacht der 1000 Sterne" hat sich die Kaiserslauterner Produktion inzwischen entfernt.

Ein künstlerisches Feuerwerk des neuen Varieté ist sie aber nach wie vor, und für die Region ein Gewinn, daß sich die Stadt Hachenburg diese Kultur wieder an Land ziehen konnte - als kleinste der sieben Tourneestädte.

Daaden.

(fr) Unter dem Motto "Abenteuer zu Land, zu Wasser und in der Luft!" steht der Ferienspaß der Verbandsgemeinde Daaden:

"Coole Dates für heiße Tage!" Am Samstag, 27.

Juni, startet der Ferienspaß mit einer Fahrt zum "größten Open-Air-Konzert Europas", dem Bonner Rheinkultur-Festival, bei dem diesmal u. a.Extrabreit, Brings und Bürger Lars Dietrich auftreten.

Teilnehmen dürfen Jugendliche ab 14 Jahren, für fünf Mark Gebühr.

Die Abfahrt ist um 15.30 Uhr, Rückfahrt gegen 2 Uhr.

Anmeldung bei der Jugendpflege Daaden, Telefon 02743/4465 (montags bis donnerstags, 14 bis 20 Uhr).

Dribbeln, werfen und rebounden:

Ein Streetballturnier für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren wird am Montag, 20.

Juli in Kirchen veranstaltet.

Daadener Kids können sich bei der Jugendpflege Daaden anmelden; die Teilnahme ist kostenlos.

Ins Phantasialand führt eine Fahrt am Dienstag, 21.

Juli.

Anmeldung bei der Jugendpflege.

"Europa in Niederdreisbach" lautet das Motto für einen Mannschaftsspieletag für Kinder und Jugendliche im Niederdreisbacher Freibad.

Wer Teams aufstellen kann, in denen Teilnehmer verschiedener Nationalitäten stehen, gehört vielleicht schon zu den Gewinnern.

"Action im Freibad Niederdreisbach" geht am 26.

Juli weiter, mit einem Konzert der Rockband "The Trigger" und einem Flohmarkt für Kinder.

Zudem bietet die DLRG Betzdorf-Kirchen dort eine Schwimmabzeichenaktion an (Teilnahmegebühr fünf Mark) und der Tauchclub Daadetal einen Schnuppertauchkurs.

Außerdem gibt es im Freibad Niederdreisbach Erste-Hilfe-Übungen für Schwimmunfälle, mit "Rescue Anna", der Übungspuppe zum Beatmen und Wiederleben.

Sie soll mithelfen, die Angst vor dem Helfen zu überwinden.

Wer an der Freibad-Action teilnehmen möchte, meldet sich im Schwimmbad bei Bademeister Wolfgang von der Heiden.

Die genauen Termine werden durch Aushang bekanntgegeben.

Wenn das Wetter mitspielt, gibt es zum Saisonabschluß wieder ein Grillfest.

Die TSG Biersdorf wird einen Sportabzeichenaktion für Kinder ab acht Jahren anbieten.

Am 2.

August gibt es dann einen Flugerlebnistag auf dem Flughafen Katzwinkel - Höhepunkt ist der Flug in einem Segelflugzeug.

Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung unter dem Motto "Wie werde ich ein Fliegerass?" beträgt 10 Mark; Anmeldung bei der Jugendpflege Daaden.

Abschluß der coolen Dates für heiße Tage in Daaden ist eine Fahrt in den Eifelpark, wo neue Attraktionen auf die Besucher warten.

Anmeldung bei der AWO, Brigitte Trippler, Telefon 02743/6459.

Herdorf/Katzwinkel.

(fr) Vom Sportbund Rheinland ist die Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) Katzwinkel jetzt nach Koblenz zum kalten Buffet eingeladen worden - und zum Abholen eines Geldpreises.

Damit lobte der Sportbund die hohe Absolventenquote innerhalb der JSRG, was das Sportabzeichen betrifft.

In dieser Hinsicht wurde der Katzwinkeler Verein als zweitbester in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet:

"Alle Kinder in unserer Gruppe, die altersmäßig dazu in der Lage waren, haben das Sportabzeichen absolviert", teilte Vorsitzender Gerhard Judt mit.

Die JSRG hat schon wieder die nächste Aktion geplant.

Am 12.

Juli veranstaltet sie ein Kinderfest mit Fahrradturnier in Herdorf , wobei, betont JSRG-Chef Judt, alle Jugendgruppen die Chance erhalten, sich mit einem Infostand oder einer Vorführung zu präsentieren und vorzustellen.

Info unter Tel.

02741/8108.

Streithausen.

(fr) Der beste Extrem-Triathlet zwischen Sieg und Westerwald, Gerd Kuptz aus Streithausen, hat den größten Erfolg seiner Karriere geschafft - bei der erstmals veranstalteten Weltmeisterschaft im Dreifach-Ultra-Triathlon.

Sponsoren indes hat er keine, sogar seine Schuhe muß er selbst zahlen.

Und auch die Schuhe gingen wieder in einen Härtetest:

126,6 Kilometer waren zu bezwingen, bei der ersten offiziellen WM im Dreifach-Ultra-Triathlon, in Lensahn bei Fehmarn.

Gerd Kuptz (SG Westerwald) war von freitagmorgens bis sonntagabends unterwegs.

Der 53jährige belegte Platz 7 und schaffte die zweitbeste Zeit seiner Karriere.

"Das ist der größte Erfolg meiner sportlichen Laufbahn", resümiert Kuptz, der schon seit Jahren in der Weltspitze des jungen Sports Ultra-Triathlon mitmischt. 25 Extremsportler aus zehn Nationen starteten bei der WM.

Beim Schwimmen zum Auftakt - 11,4 Kilometer in einem 50-Meter-Becken - kam der Postbeamte im Ruhestand wie gewohnt schlecht weg, als Drittletzter.

Dann aber, beim Radeln und Laufen, rackerte sich der Westerwälder 16 Plätze nach oben! Die Radstrecke war flach.

Wettkampfnachteil für einen Westerwälder? "Nein, daß ich in einer bergigen Gegend trainiere, kommt mir eher zugute", erläutert Kuptz:

"Wenn man 540 Kilometer bewältigen muß, verwandeln sich kleine Steigungen in Berge."

Als zum erstenmal die Dämmerung hereinbrach, hatte er mit der Müdigkeit zu kämpfen.

"Ich fuhr Schlangenlinien und sah Dinge auf der Straße, die gar nicht da waren ...", erinnert sich Kuptz, den die Grenzerlebnisse auch Zeit kosteten:

"Ich bremste, obwohl tatsächlich kein Hindernis auf der Straße war."

Die "tiefsten Tiefs" erlebte er jedoch beim Laufen.

Nach dem ersten Marathon kam die Hitze.

"Ich war fast ohne Stop durchgelaufen, doch dann entschied ich mich für eine Pause, um die Abend- und Nachtkühle ausnützen zu können."

Erfolgreich:

Der dritte Marathon, sagt Kuptz, "gelang sehr zügig."

Auch hatte er diesmal "nur zwei" Blasen an den Füßen.

5 der 26 Sportler gaben vor dem Ziel auf.

Pensionär Gerd Kuptz hielt durch, kam nach 45,5 Stunden ins Ziel.

Diesmal war er übrigens nicht der Älteste; ein 55jähriger Lokalmatador wagte sich ebenfalls auf die 678 Kilometer lange Strecke, wurde Letzter.

Kuptz jedoch erreichte das viertbeste Ergebnis aller deutschen Teilnehmer.

Und die waren enorm erfolgreich:

Der Hamburger Antonio Fusaro, ein Fahrradkurier, wurde Weltmeister; Astrid Benöhr aus Bergisch Gladbach gewann den Titel bei den Frauen.

Daß zum erstenmal eine offizielle WM im Dreifach-Ultra veranstaltet ist, zeigt den Aufwärtstrend des Sports.

Anwesend war auch der Präsident des Weltverbands, der aus Mexiko kommt, wo sogar ein 15fach-Ultra-Triathlon stattfindet.

Die offiziellen Weltmeisterschaften im Doppel-Ultra (in Litauen) hat Kuptz alle absolviert, rangierte zeitweise sogar auf Platz 4 der Weltrangliste, in der alle Athleten verzeichnet sind, die mehr als einen Ultra pro Jahr schaffen.

Weltweit sind das etwa einhundert Menschen.

Trotz seiner medienwirksamen Erfolge hat Gerd Kuptz, ein freundlicher zurückhaltender Mensch, noch keinen Sponsor gefunden.

"Ich hab wohl nicht die richtigen Drähte", vermutet er, freut sich aber darüber, daß ihm sein Verein SG Westerwald letztes Jahr erstmals einen Zuschuß zu den Startgebühren zahlte.

Für einen sportlichen Gewaltakt wie einen Mehrfach-Ultra-Triathlon, den wohl nur wenige wenigstens intellektuell nachvollziehen können, sind nämlich noch erhebliche Startgebühren zu berappen.

Den meisten Menschen müßte man viel Geld zahlen, damit sie sich einer solchen Tortur unterziehen - die Ultra-Triathleten zahlen dafür, daß sie mitmachen dürfen.

Wie schwer die Ultras sind, erlebte Kuptz vor wenigen Wochen in Österreich, wo er schon das Ende seiner Karriere sah.

Beim harten Dreifach-Ultra in Neulengbach nahe Wien gaben 8 von 18 Startern auf.

Kuptz erreichte sogar dort das Ziel - aufgegeben hat er einen Triathlon noch nie -, doch brauchte 55 Stunden und hatte seine schlechtesten Zeiten.

"Das gab mir einen großen Knacks, ich wollte mich schon für die WM abmelden - in meinem relativ hohen Alter bekommt man doch Befürchtungen, ob man es noch schaffen kann."

Unter der Weltelite in Lensahn bewies der Westerwälder, daß er kann.

Friedewald.

(fr) Ein mittelalterliches Spektakel zum Mitmachen, allerdings nicht für alle, passierte jetzt auf Schloß Friedewald:

die "Fürstliche Hochzeit".

Schauspieler und Theaterpädagogen aus Köln, die das Theater "ImPuls" bilden, reisten an:

Silke Dietrich, 34, Lotar Kienzler, 40 und Uwe Fischer, 37.

Die Erwachsenen brachten genug Phantasie mit, ein märchenhaftes Projekt der Evangelischen Sozialakademie Schloß Friedewald und der Kreisverwaltung (Abteilung Außerschulische Jugendbildung) zu verwirklichen.

Welcher Ort bietet sich für ein mittelalterliches Theaterspektakel mehr an als der Burghof eines alten Schlosses - in Marktplatz, Bauernstube und Tanzplatz umfunktioniert -, ein mit alten Schwertern, Degen und Kronleuchtern ausgestatteter Rittersaal als Treffpunkt für die Hofgesellschaft, die alte Bibliothek als Refugium für die Mönche? 60 Teilnehmer, davon etwa 25 Kinder, nutzten die Chance, sich in uriger Kulisse in das mittelalterliche Leben in und um das Schloß führen zu lassen.

Binnen eines Tages schlüpften sie in die Rollen der Bauern, Handwerker und Händler, Priester, Nonnen und Mönche, des fahrenden Volkes von Gauklern und Musikanten und der mittelalterlichen Adelsleute, die sich am Nachmittag alle zur "Fürstlichen Hochzeit" im Rittersaal einfanden.

Gezeigt wurden nicht reale geschichtliche Begebenheiten - "um so etwas zu erarbeiten, brauchte es mehr Zeit und vor allem die Zusammenarbeit mit einem Historiker, der sich speziell in der Geschichte des Friedewälder Schlosses exakt auskennt", erläutert Uwe Fischer, "das ist jedoch nicht unser Anliegen".

Sondern:

"Wir möchten interessierten Leuten ermöglichen, Theater zu spielen, eine Rolle auszugestalten und das in einem Rahmen, der inspirierend wirkt und es erleichtert, Phantasie und Spielfreude freizusetzen", erklärt Lotar Kienzler.

Allerdings ist es mit der Kulisse allein nicht getan, um einen spannenden Mittelaltertag zu inszenieren.

Vormittags begann für die Teilnehmer das Vorbereiten auf ihre Lieblingsrollen, in Kleingruppen wurden mittels theaterpädagogischer Übungen und dem Engagement der "Hobbyschauspieler" kleine Spielszenen erarbeitet, die am Nachmittag den anderen Gruppen vorgespielt wurden.

Das verbindende Thema war die Fürstliche Hochzeit, zu der alle Bevölkerungsgruppen eingeladen wurden.

Nach altem Brauch durften von den Bauern bis zu den Mönchen und Nonnen alle jeweils einen Herzenswunsch an das junge Fürstenpaar stellen, nachdem sie durch ein Geschenk ihre Hochachtung und Glückwünsche darboten.

"Das Thema Mittelalter zu bespielen macht deshalb so viel Spaß, weil man sich aufgrund der Vorstellung, alles sei damals viel extremer und kurioser gewesen, zu so schönen deutlichen Charakteren hinreißen läßt, seien es derbe und laute, lustige, ausgelassene und zynische oder pikierte und verknöcherte, wie sie bei den Hofleuten zu finden waren", sagte Silke Dietrich.

"Jedenfalls kann man all das mal sein, was man vielleicht sonst nicht ist, und das macht einfach Spaß.

Schade ist allerdings, daß sich die Teilnahme von Leuten aus der unmittelbaren Umgebung sehr in Grenzen hielt.

Vielleicht braucht es noch einige Zeit, bis sich herumgesprochen hat, daß die Akademie mit ihren sehr ansprechenden Angeboten ja auch die Bevölkerung aus dem direkten Umfeld des Schlosses anspricht."

Die Zusammenarbeit des Theaters "ImPuls" mit der Sozialakademie hat bereits Tradition.

Nachdem der Auftritt mit ihrem Kindertheaterstück "Die Zirkuserlaubnis" auf sehr positive Resonanz gestoßen ist, wird das Stück nun noch einmal am kommenden Sonntag um 15 Uhr im alten Rittersaal gespielt.

Ein Vergnügen für Kinder ab 4, welches auch Erwachsenen viel Spaß bereiten soll.

Ergebnisse Streetsoccer-Turnier Gebhardshain D-Jugend (9 Teilnehmerteams):

1.

Lion's (überwiegend Malberg/SG Rosenheim) 2.

Bolz-Club Marienstatt (freies Team, Gymnasium) 3.

Bühl-Soccer Betzdorf (SG Betzdorf) C-Jugend (6 Teilnehmerteams):

1.

No Name Scheuerfeld (JSG Scheuerfeld) 2.

Buchners Querschläger (JSG Niederdreisbach/Daaden) 3.

Wäller Wälz (freies Team, Rennerod) Wissen.

(fr) Der kreisweit aktive Hilfsdienst für Behinderte und ihre Angehörigen (HIBA) in Wissen hat jetzt selbst um Hilfe gebeten - und die Menschen im Kreis Altenkirchen haben geholfen.

Das HIBA-Haus in der Holschbacher Straße ist vor dem Verfall gerettet.

Mit einer großen "Spenderparty" dankte der HIBA für 15000 Mark Geldspenden und mehr als doppelt so viele Sachspenden.

"Hilfe für den Hilfsdienst" hieß die Aktion.

Noch während der Party gab es weitere Spenden, u. a.von Landrat Dr. Alfred Beth und Grünen-Kandidat Uli Gondorf.

Alle, die geholfen haben, haben ein tolles Partyprogramm bekommen:

Einen Bauchtanz vollführte Dorothee Schammelt aus Kirchen, Heimatgedichte las Erwin Sohnius (Neitersen), Thomas Kurz aus Bitzen sang solo einige Songs der "Comedian Harmonists", Boris Buchener (Kirchen) zauberte und die Altenkirchener Band "Kissing Apokalips" um Sänger Michael Hoppe aus Berlin servierte selbst gemachten Hip-Hop.

Alle 120 Spender nahmen automatisch an einer Verlosung teil.

Hauptgewinn, gewonnen von Therese Pfau (Mittelhof) und gezogen von RTL-Schauspieler Bernd B.

Jäger van Boxen ("Die Wache"):

Ein Tag bei den Dreharbeiten zu einem RTL-Actionfilm, Arbeitstitel:

"Cops 2000".

An diesem Tag werde ein Stunt gedreht, der durchaus US-Kino-Niveau habe, verriet der heimische Autor Klaus-Peter Wolf, der das Drehbuch geschrieben hat.

Wolf hatte die Spendenaktion für den HIBA organisiert und engagiert sich seit einem halben Jahr ehrenamtlich im Vorstand des Hilfsvereins - "ein full-time-job!" Schon die Hilfsaktion machte er nicht mit links.

"Ich habe 600 Menschen persönlich angeschrieben", erzählte Wolf, "Geschäftsleute aus dem Landkreis, Filmleute, Verleger.

Wen man halt so kennt."

Den ersten 100 Spendern schenkte Wolf einen signierten Roman.

Warum engagiert er sich ausgerechnet für den HIBA? Wolf:

"Dieser Hilfsdienst ist von betroffenen Eltern gegründet worden.

Das gibt ihm eine besondere Qualität."

Sich für Behinderte und ihre Angehörigen einzusetzen "müsste im Grunde eine sehr ehrenvolle gesellschaftliche Aufgabe sein" - doch der Staat komme ihr nicht genügend nach, sagte Wolf.

Deshalb arbeite er für den Hilfsdienst.

"Die Starken sollen den Schwachen helfen."

Wolf hofft "zutiefst", dass die Unterstützung für den HIBA auch zukünftig besser wird.

Das nächste Ziel steht schon vor Augen:

Die Außenfassade des HIBA-Hauses braucht einen neuen Anstrich.

Das Zwischenziel bei der Renovierung ist aber erreicht:

"Es zieht nicht mehr", erläuterte Wolf - "und es regnet nicht mehr rein."

Band:

"Kissing Apokalips" um Sänger Michael Hoppe (einige Fotos mit Rollstuhlfahrer im Hintergrund) Dreiergruppe:

Den Hauptgewinn bei der von Klaus-Peter Wolf initiierten Spenderparty gewann Therese Pfau aus Mittelhof (Mitte).

Glücksfee war RTL-Schauspieler Bernd B.

Jäger van Boxen.

Kreis Altenkirchen.

(fr) Kleine Kinder auf Fahrrädern sind gefährdete Verkehrsteilnehmer - noch gefährlicher, wenn ihr Fahrrad nicht verkehrssicher ist.

Wie steht's damit? 199 Fahrräder von Kindern im Oberkreis sind nun kontrolliert worden.

Die Fahrräder hat die Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) Katzwinkel an vier Grundschulen unter die Lupe genommen.

An der Christophorus-Schule in Betzdorf war fast jedes zweite getestete Fahrrad nicht verkehrssicher.

Von 40 mussten 23 beanstandet werden.

Ein Junge aus einer vierten Klasse versuchte zu schummeln und präsentierte ein Erstklässler-Rad als seins - was ihm aber nichts nützte.

Der Schwindel flog auf, außerdem war das Fahrrad gar nicht verkehrssicher:

Beleuchtung defekt.

Nur vier Fahrräder hatten optimalen Luftdruck.

Kontrolleur Gerhard Judt, Vorsitzender der JSRG, registrierte verwundert, welch gravierende Mängel ihm präsentiert wurden.

"Dabei hatte ich mein Kommen sogar angekündigt."

Dass deshalb viele ihr Fahrrad zu Hause ließen, hörte Judt aus Gesprächen der Kids heraus.

Die Dunkelziffer mangelhafter Räder sei darum hoch anzusetzen.

Im Großen und Ganzen könne man aber davon ausgehen, dass die Kinder aus dieser Aktion gelernt hätten.

"Die Gleichgültigkeit mancher Eltern gibt mir aber zu denken!" berichtet Judt.

Dass so wenige Kinder die Inspektion mitmachten, erklärt sich der JSRG-Vorsitzende ebenfalls mit dem mangelnden Einsatz der Eltern.

"Die Schulleitung dagegen hat sich sehr bemüht, die Kinder zu motivieren, und sogar einen Transporter mit Anhänger bereitgestellt."

68 Kinder ließen ihr Fahrrad an der Canisius-Grundschule in Brachbach begutachten.

Das Ergebnis bezeichnet Judt als sensationell:

95,6 Prozent der Fahrräder waren verkehrssicher.

Seit zehn Jahren engagiert sich Judt für die Verkehrssicherheit auf zwei Rädern - "aber noch nie habe ich eine Schulklasse erlebt, in der alle Räder fehlerfrei waren.

Doch alle 19 Fahrräder der Brachbacher 3b waren verkehrssicher!" Außerdem fiel ihm in Brachbach auf, dass die Verkehrssicherheit der Räder für die Kinder wichtig und selbstverständlich ist.

"Kein Kind kam, wie in anderen Schulen, auf die Idee, mit mir zu diskutieren, warum man zum Beispiel tagsüber mit einer korrekten Beleuchtung unterwegs sein muss."

Das hervorragende Abschneiden sei kein Zufall, so Judt, denn in Brachbach würden Lehrer und Eltern gut zusammenarbeiten.

"Hut ab vor der Verkehrserziehung an dieser Schule!" An der Barbara-Grundschule Katzwinkel lag die Verkehrssicherheit der 23 getesteten Räder bei 73 Prozent.

Neben zwei losen Vordergabeln waren meist Kleinigkeiten zu bemängeln, wie fehlende Klingeln, und die Kinder bekamen im Gespräch mit den Klassenlehrern die Chance, am nächsten Tag das Rad erneut vorzustellen.

Die Kinder seien so begeistert gewesen, dass am Wochenende sogar zwei mit ihren Vätern beim JSRG-Chef erschienen:

Man konnte den Fehler an der Beleuchtung nicht finden - "die Kinder ließen ihren Vätern keine Ruhe!" Gemeinsam mit zehn neugierig gewordenen Nachbarskindern wurden die Fehler behoben.

Insgesamt 16 von 17 Mangelrädern sind repariert worden.

An der Grundschule Herdorf mussten 18 Räder mit loser Vordergabel entdeckt werden.

Am besten schnitt die Klasse 3a ab, in der 86 Prozent fehlerfrei waren.

Alles in allem waren aber fast ein Drittel der 68 geprüften Herdorfer Räder nicht verkehrssicher.

Alle Kinder, die ein sicheres Rad vorführten, nahmen an einer Verlosung teil.

Die zwölf Gewinner verbringen mit der JSRG und den Katzwinkler Freizeitreitern einen "Samstagnachmittag rund ums Pferd" mit gemeinsamer Kutschfahrt.

"Wir bringen damit 20 Kinder aus verschiedenen Orten des Kreises zusammen und üben partnerschaftliches Verhalten", so Judt.

Unter dem Strich ergab die Kontrolle, dass knapp 33 Prozent aller vorgeführten Fahrräder nicht verkehrssicher waren.

Die JSRG will die Aktion wieder tun, größer und mit Wanderpokalen von ADAC, einer Betzdorfer Eisdiele und der Kreisverwaltung.

Judt dankt der Jugendverkehrsschule, die ebenfalls Fahrradkontrollen unternimmt, und allen Schulen, die bei der Aktion mitmachten.

"Ich hatte noch mehr angeschrieben", berichtet der ehrenamtliche Jugendarbeiter, "aber einige Schulen haben einfach nicht reagiert."

Bild:

Die drei Siegerklassen von Brachbach wurden besonders geehrt, von JSRG-Vorsitzendem Gerhard Judt, JSRG-Ehrenmitglied MdL Franz Schwarz, Ottmar Haardt (Kreisverwaltung) und Dieter Heupel, Bürgermeister von Brachbach.

Betzdorf.

(fr) Hochwertige Küche kann in Betzdorf genügend Gäste finden:

Ein Menü für 50 Mark, offeriert im Breidenbacher Hof, wurde völlig ausverkauft.

Etwa 150 Genießer nutzten die Chance, sich von zwei italienischen Meisterköchen verwöhnen zu lassen.

Die Italo-Tage in Betzdorf gehen weiter, bis Samstag, und im Hintergrund werden interessante Kontakte geknüpft.

Die preisgekrönten Küchenchefs Antonio Monti und Domenico Semprini präsentierten sich in Betzdorfs bester Stube (die WR berichtete im Vorfeld).

Das vierstündige Mahl startete mit einem schmackhaften Parmaschinken-Parmesan-Teller und einer scharfen Kartoffel-Tomatencremesuppe.

Dann ließen die Italiener das Buffet auffahren:

Canelloni gefüllt mit Spinat, Riccota und Hackmasse; Fischfilet in Auberginen-Tomatensauce; mit Blattspinat gefüllte Putenrolle und Schweinelende in Rotweinsauce.

Dazu überbackene Tomaten und Rosmarinkartoffeln.

Und die Stimme von Santino Di Bartolo, dem heimischen Liedermacher aus dem Süden.

Acht italienische Weinsorten wurden kredenzt, bis hin zu einem Barolo, ein Roter aus dem Piemont, für 64 DM.

Kostenlos würden die Meisterköche kochen, sagte Ottmar Haardt:

"Die sehen das als Urlaub."

Der Landratsvize hatte den Kontakt zum Meisterkoch Monti geknüpft.

In dessen Drei-Sterne-Hotel "Haway" im Ferienort Misano Adriatico hat Haardt schon oft geurlaubt und schaffte es, den Küchenchef zu einem Trip an die Sieg zu bewegen.

Monti nahm ein paar Hotelbroschüren und auch noch seinen Kollegen Domenico Semprini mit.

Bei 20 Grad hoben sie ab und landeten im Kölner Regen.

3 Grad.

Pullover hatten sie aber dabei, denn beide haben schon viele internationale Kocheinsätze gefahren.

Monti, der mit einer Goldmedaille um den Hals kocht, wird nach Betzdorf in Brüssel brutzeln, im Auftrag der EU.

Meister Monti selbst legte den Gästen am Ende die zuckrigen Kompositionen seines "Buffet di Dolci" auf die Teller.

Neben zwei Torten bildete eine wunderbar cremige Mousse al Cioccolato den Abschluss des italienischen Schmauses, der sich da schon gen Mitternacht neigte.

Da sprach außerdem Hubi Deipenbrock ein paar nette Worte:

Ehrensache, dass der Kreischef des Gastronomieverbands dem Gastmahl beiwohnte.

Auch die Westerwald-Touristik war präsent, schließlich ist ein Gegenbesuch à la "WW-Köche kochen an der Adria" geplant.

Kreisbeigeordneter Haardt regt an, heimische Tourismus-Broschüren in Italien auszulegen, mit deutschen Urlaubern als Zielgruppe:

"Wir haben das schon erfolgreich getestet."

Deutsche im Urlaub seien für Dinge aus Deutschland äußerst empfänglich.

Kommunale Spitzen aus den Verbandsgemeinden Betzdorf, Kirchen und Daaden ließen sich das schöne Essen ebenfalls nicht entgehen - und ebenfalls mit Hintersinn.

Eine Städtepartnerschaft mit dem Urlaubsort liegt in der Luft, diese Woche fliegt der Bürgermeister herbei.

Möglicherweise heißt es später mal:

Alles begann mit einem Essen ...

Aber schon jetzt profitiert der Landkreis von den Italienern, nicht nur lukullisch:

Die Meisterköche haben sich bereiterklärt, heute heimische Berufsschüler zu besuchen und ihnen ein paar Tricks zu verraten.

Katzwinkel/Warendorf.

(fr) Bei den Deutschen Meisterschaften im ADAC-Turnier für Fahrradverkehrssicherheit schaffte die heimische Teilnehmerin Constance Fritzen die Fahrt in die "Top 10".

In der Bundeswehr-Sportschule in Warendorf errang die Fahrerin der Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) Katzwinkel den neunten Platz in der "Königsklasse" der Mädchen.

Fritzen, die bereits viele Erfolge in dem Turnier einfuhr, startete in der Gruppe der ältesten Mädchen (Jahrgänge 1983-86).

Aus Altersgründen war es ihre letzte Fahrt bei einem solchen Turnier.

Dennoch behielt sie die Nerven und leistete sich nur einen Fehlerpunkt.

Constance erreichte die beste Platzierung aller Starter des ADAC-Gau Mittelrhein.

"Angenehm überrascht" zeigte sich ihr Trainer, JRSG-Vorsitzender Gerhard Judt.

"Sie hat alle Ratschläge befolgt."

Die Gastgeber überraschten die 102 jungen Radler mit einem abwechslungsreichen Programm.

Die Soldaten servierten ihnen einen Bunten Abend, eine Schnupper-Olympiade mit Oberstleutnant Zahnt sowie eine "Beach-Party" - Discosound in der Bundeswehr-Schwimmhalle.

Co-Veranstalter der ADAC-Turniere ist die Deutsche Post AG, die den Kindern das Frachtzentrum Greven zeigte.

Als es dann ernst wurde, mussten die Kinder auch eine theoretische Prüfung zur Verkehrssicherheit ablegen.

Hierbei siegte Constance Fritzen in ihrer Starterklasse - wie alle Teilnehmer des ADAC Mittelrhein.

JSRG-Vorsitzender Judt sagte, der ADAC würde gerne mehr Turniere zwischen Sieg und Westerwald sehen.

"Dafür", so Judt, "steht unser Parcours kostenlos bereit!" Betzdorf.

(fr) Weihnachten ist vorbei - doch für WR-Leser geht das Beschenktwerden weiter:

Am kommenden ...verlost die WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU fünf Softwarepakete im Gesamtwert von knapp 500 Mark.

Wer anruft und gewinnt, spart nicht nur den Anschaffungspreis, sondern noch mehr Geld:

Zu gewinnen ist das Steuerhilfe-Programm "TK Steuer-Manager 1998/99".

Steuer-Laien profitieren gleich doppelt vom neuartigen TK Steuer-Manager 98/99, dem mehrmaligen Testsieger bei "Stiftung Warentest".

Mit der Software kann nicht nur die Steuererklärung 1998 optimal fertig gestellt werden.

Zusätzlich hilft eine Ratgeber-CD bei der Steuer-Planung.

Einmal jährlich haben Bürger die Chance, sich mit ihrer Steuererklärung das vom Staat zu viel einbehaltene Geld zurückzuholen.

Der TK Steuer-Manager führt Benutzer automatisch an alle Tatbestände heran, die beim Steuerbaren helfen.

Es unterstützt Anwender darin, keine Eintragung zu vergessen.

Zahlreiche Tipps erläutern steuerliche Sachverhalte, Hilfen zur Programmbedienung machen auch Einsteigern den Umgang mit der Software leicht.

Das Programm lässt sich auch 1999 weiter verwenden.

So lassen sich zum Beispiel aktuelle Anschaffungen oder Reisekosten fortlaufend eingeben.

Auch ein Fahrtenbuch können Anwender führen.

Im Folgejahr übernimmt die Update-Version die Daten.

Auch steuerliche Alternativen können berechnet werden.

So lassen sich durch Änderung einer oder mehrerer Eingaben beliebig viele Varianten durchspielen.

Das Programm errechnet dann die finanziellen Auswirkungen.

Das Steuerprogramm berechnet Zahlungs- oder Erstattungsbeträge auf den Pfennig genau.

Ein dem amtlichen Vorbild nachempfundener Steuerbescheid ermöglicht eine schnelle Kontrolle des Finanzamts.

Außerdem enthält das Programm Musterschreiben, mit denen man sofort reagieren kann.

Die Steuererklärung kann auf die Formulare der Finanzbehörden ausgedruckt werden.

Alternativ ist auch die Ausgabe eines vom Programm nachgebildeten Formulars auf Blankopapier möglich.

Betzdorf.

(fr) Morgen ist es so weit:

Die ersten fünf Leser, die ab 12 Uhr bei der WESTFÄLISCHEN RUNDSCHAU in Betzdorf anrufen, gewinnen das knapp 100 Mark teure Softwarepaket "TK Steuer-Manager 1998/99".

Anders als herkömmliche Programme unterstützt TK Software den Anwender nicht nur bei seiner Steuererklärung.

Gegenüber herkömmlichen Einkommensteuer-Programmen bietet es einen deutlichen Mehrwert:

Eine zusätzliche Ratgeber-CD ermöglicht es, eine Steuerspar-Strategie für die kommenden Jahre zu entwickeln.

Der Steuerplaner orientiert sich an einem Beratungsgespräch beim Steuerberater und bietet individuelle Empfehlungen für die Steuergestaltung der kommenden Jahre.

TK Software hat den Steuerplaner zusammen mit dem Wirtschaftsmagazin "DM" entwickelt.

Die CD-ROM geht auch auf die Änderungen bei der kommenden Steuerreform ein.

Die Reformpläne der rot-grünen Bundesregierung sind berücksichtigt.

Als Zusatzservice gibt es kostenlose Aktualisierungen im Internet, wenn sich die Pläne der neuen Koalition konkretisieren.

Der Steuer-Manager enthält zwei weitere Programme:

Ein Programm zur Gewinnermittlung nach § 4 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes.

Diese so genannte Einnahme-Überschuss-Rechnung praktizieren viele Selbständige.

Das Programm unterstützt Anwender auch bei der Umsatzsteuer (Voranmeldungen, Jahreserklärung) und bei der Gewerbesteuer.

Die Vordruckausgabe ist möglich.

Mit einem weiteren Programm können Steuerzahler schnell herausfinden, ob sich ein Antrag auf Lohnsteuerermäßigung auszahlt und ob auf diese Weise das Nettoeinkommen spürbar erhöht werden kann.

Das Programm druckt den amtlichen Vordruck mit allen notwendigen Angaben aus.

Betzdorf.

(fr) Weihnachten ist vorbei - doch für WR-Leser geht das Beschenktwerden weiter:

Am kommenden ...verlost die WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU fünf Softwarepakete im Gesamtwert von knapp 500 Mark.

Wer anruft und gewinnt, spart nicht nur den Anschaffungspreis, sondern noch mehr Geld:

Zu gewinnen ist das Steuerhilfe-Programm "TK Steuer-Manager 1998/99".

Steuer-Laien profitieren gleich doppelt vom neuartigen TK Steuer-Manager 98/99, dem mehrmaligen Testsieger bei "Stiftung Warentest".

Mit der Software kann nicht nur die Steuererklärung 1998 optimal fertig gestellt werden.

Zusätzlich hilft eine Ratgeber-CD bei der Steuer-Planung.

Einmal jährlich haben Bürger die Chance, sich mit ihrer Steuererklärung das vom Staat zu viel einbehaltene Geld zurückzuholen.

Der TK Steuer-Manager führt Benutzer automatisch an alle Tatbestände heran, die beim Steuerbaren helfen.

Es unterstützt Anwender darin, keine Eintragung zu vergessen.

Zahlreiche Tipps erläutern steuerliche Sachverhalte, Hilfen zur Programmbedienung machen auch Einsteigern den Umgang mit der Software leicht.

Das Programm lässt sich auch 1999 weiter verwenden.

So lassen sich zum Beispiel aktuelle Anschaffungen oder Reisekosten fortlaufend eingeben.

Auch ein Fahrtenbuch können Anwender führen.

Im Folgejahr übernimmt die Update-Version die Daten.

Auch steuerliche Alternativen können berechnet werden.

So lassen sich durch Änderung einer oder mehrerer Eingaben beliebig viele Varianten durchspielen.

Das Programm errechnet dann die finanziellen Auswirkungen.

Das Steuerprogramm berechnet Zahlungs- oder Erstattungsbeträge auf den Pfennig genau.

Ein dem amtlichen Vorbild nachempfundener Steuerbescheid ermöglicht eine schnelle Kontrolle des Finanzamts.

Außerdem enthält das Programm Musterschreiben, mit denen man sofort reagieren kann.

Die Steuererklärung kann auf die Formulare der Finanzbehörden ausgedruckt werden.

Alternativ ist auch die Ausgabe eines vom Programm nachgebildeten Formulars auf Blankopapier möglich.

Betzdorf.

(fr) Morgen ist es so weit:

Die ersten fünf Leser, die ab 12 Uhr bei der WESTFÄLISCHEN RUNDSCHAU in Betzdorf anrufen, gewinnen das knapp 100 Mark teure Softwarepaket "TK Steuer-Manager 1998/99".

Anders als herkömmliche Programme unterstützt TK Software den Anwender nicht nur bei seiner Steuererklärung.

Gegenüber herkömmlichen Einkommensteuer-Programmen bietet es einen deutlichen Mehrwert:

Eine zusätzliche Ratgeber-CD ermöglicht es, eine Steuerspar-Strategie für die kommenden Jahre zu entwickeln.

Der Steuerplaner orientiert sich an einem Beratungsgespräch beim Steuerberater und bietet individuelle Empfehlungen für die Steuergestaltung der kommenden Jahre.

TK Software hat den Steuerplaner zusammen mit dem Wirtschaftsmagazin "DM" entwickelt.

Die CD-ROM geht auch auf die Änderungen bei der kommenden Steuerreform ein.

Die Reformpläne der rot-grünen Bundesregierung sind berücksichtigt.

Als Zusatzservice gibt es kostenlose Aktualisierungen im Internet, wenn sich die Pläne der neuen Koalition konkretisieren.

Der Steuer-Manager enthält zwei weitere Programme:

Ein Programm zur Gewinnermittlung nach § 4 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes.

Diese so genannte Einnahme-Überschuss-Rechnung praktizieren viele Selbständige.

Das Programm unterstützt Anwender auch bei der Umsatzsteuer (Voranmeldungen, Jahreserklärung) und bei der Gewerbesteuer.

Die Vordruckausgabe ist möglich.

Mit einem weiteren Programm können Steuerzahler schnell herausfinden, ob sich ein Antrag auf Lohnsteuerermäßigung auszahlt und ob auf diese Weise das Nettoeinkommen spürbar erhöht werden kann.

Das Programm druckt den amtlichen Vordruck mit allen notwendigen Angaben aus.

Kreis Altenkirchen.

(fr) Alle Schulen im Oberkreis ruft die Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) Katzwinkel auf, sich an ihrer Aktion zur Fahrrad-Verkehrssicherheit 1999 zu beteiligen.

199 Fahrräder von Schülern an vier Grundschulen sind vergangenes Jahr von der JSRG auf Verkehrssicherheit kontrolliert worden .

Weil die Testergebnisse viele Mängel offenbarten, die Kinder sich meist einsichtig zeigten und ihre Räder daraufhin verkehrssicher machten, will die JSRG die Aktion dieses Jahr in größerem Rahmen wiederholen.

Die Jugendgruppe um ihren Vorsitzenden Gerhard Judt hat ein Punktesystem entwickelt und entsprechende Checklisten vorbereitet, die Lehrer anfordern können.

"Wenn die Schüler dann entsprechend informiert und vorbereitet sind, können Kontrollen durch die Schule folgen - gerne übernehmen auch wir selbst als Externe den Test, was vielleicht noch spannender ist", so Judt.

Unterstützung findet die JSRG unter anderem von der Kreisverwaltung und dem ADAC.

Sie stiften Wanderpokale, die den Schülern mit den sichersten Fahrrädern winken.

Auch eine Betzdorfer Eisdiele spendet einen Pokal.

Wer den Pokal für Platz 1, also den größten, spendieren muss, entscheidet sich am 18.

Juli bei einem Regionalfahrradturnier auf dem Betzdorfer Siegparkplatz.

Dort treten Vertreter der Sponsoren auf dem Fahrrad gegeneinander an - wer verliert, muss den dicksten Cup bezahlen.

Ihre Geschicklichkeit auf zwei Rädern testen Landrat Dr. Alfred Beth und Beigeordneter Ottmar Haardt für die Kreisverwaltung; der für Fahrradturniere im Gau Mittelrhein zuständige ADAC-Mitarbeiter Herbert Fuß sowie der Eismann Giovanni, der sein Geschick auf einem dreirädrigen Eismobil trainiert.

Er spendet Eisgutscheine für eine Verlosung, an der alle Kinder mit einem verkehrssicheren Fahrrad teilnehmen dürfen.

Beim Turnier können auch Eltern gegen ihre Kinder antreten.

Die Eltern müssen ein Startgeld bezahlen oder einen Preis für die Tombola stiften; die Fahrt auf einer Harley Davidson und eine Reitstunde sind bereits im Topf.

Die Preisverleihung der Verkehrssicherheitsaktion wird übrigens überraschend erfolgen.

"Wir werden mit den Preisen, Pokalen und Urkunde", so Gerhard Judt, "unangemeldet in den Schulen auftauchen!" Die Fahrradkontrolle selbst findet jedoch angemeldet statt, schließlich sollen keine Übeltäter bestraft, sondern verkehrssicheres Verhalten produziert werden.

Kreis Altenkirchen.

(fr) Zurück ins Jahr 1950? In diesem Jahr, in dem Rheinland-Pfalz ein armes Land war, seine Menschen in Not und das Essen spärlich, da beschlossen genau 32617 junge Paare, auf ihre Zukunft zu hoffen - und sie heirateten.

Heute, knapp fünf Jahrzehnte später:

Eine Million Menschen mehr als damals leben in einem Rheinland-Pfalz, dem es vergleichsweise großartig geht.

Und nur 21761 Paare heiraten, 686 davon im Kreis Altenkirchen.

Die Lust am Heiraten ist anderswo zwar noch stärker geschwunden, etwa in den stärker verstädterten Bundesländern - die Hochzeits-Hochzeiten sind aber auch in Rheinland-Pfalz perdu.

Nach dem Krieg heiratete hier jedes Jahr etwa einer von hundert Einwohnern.

Eine beeindruckende Zahl, denn in der Statistik stecken alle Bürger, vom Baby bis zum Pensionär.

Das "golden age of marriage", wie es Soziologen nennen, währte noch bis Anfang der 70er Jahre.

Zwar sank die "Heirats--quote" in Rheinland-Pfalz bis dahin schon von elf auf sieben pro Tausend Einwohner.

Doch immer noch heirateten 90 Prozent aller ledigen Männer - sogar 97 Prozent der Frauen.

Das Heiraten geriet in die gesellschaftlichen Wenden der folgenden Jahrzehnte - Singles, Scheidungen, Selbstverwirklichung.

Während es immer mal wieder ein Auf und Nieder gab, wandert seit 1990 die Heiratsrate in Rheinland-Pfalz nur noch in eine Richtung:

nach unten.

Die Quote liegt inzwischen bei 5,6.

Immer noch recht hoch, betrachtet man Städte wie Berlin mit 4,4 Prozent.

Doch mit seiner schwindenden Heiratslust liegt das Bundesland im Bundestrend.

Um 1,2 Prozent pro Jahr sinkt die Lust an der Hochzeit regelmäßig, in Rheinland-Pfalz wie auch deutschlandweit.

Und nicht mehr sechs Prozent, sondern inzwischen vierzig Prozent aller Deutschen heiraten niemals, ist Mitte der 90er Jahre berechnet worden.

Dabei ist die Chance größer geworden, einen Partner zu finden - schließlich setzen Scheidungen viele Heiratsfähige frei.

Doch heiratsfähig ist auch hier nicht gleich heiratswillig:

Nach einer Scheidung heiratet nur jeder dritte noch einmal.

Und Frauen eher als Männer.

Dieses eigentlich ehegeschädigte Drittel macht in Rheinland-Pfalz derzeit aber immerhin ein Viertel aller Heiratspartner aus.

Seit 1970 spielen die Geschiedenen diese beachtliche Rolle, zwanzig Jahre später hatte sich ihr Anteil schon mehr als verdoppelt.

5061 Männer und 5828 Frauen, im Mittel etwa vierzig Jahre alt, wagten in Rheinland-Pfalz 1997 diesen zweiten Eheversuch.

Zum Vergleich die Zahl der Verwitweten, die im selben Jahr eine zweite Hochzeit feierten:

524 Männer und 337 Frauen.

1950 waren es noch dreimal so viele.

Nach dem Krieg war darum das Heiratsalter recht hoch, durchschnittlich 29 Jahre (Männer) und 25 Jahre (Frauen).

Wie jung sind heute die Rheinland-Pfälzer, die zum ersten Mal den Schritt in die Ehe unternehmen? Im Durchschnitt:

erstaunlich alt.

Bis 1970 sank das Heiratsalter zunächst.

Die Population in Rheinland-Pfalz erholte sich von den Wunden, die der Weltkrieg in sie gerissen hatte.

Gleichzeitig galten noch die Lebensbilder, auf denen das Motto "Jung gefreit - nie bereut" prangte.

Doch schon 1960 waren die Ledigen, die heirateten, keineswegs blutjung:

Männer durchschnittlich 25 Jahre, Frauen 22 Jahre.

Dabei blieb es bis Mitte der achtziger Jahre.

Seitdem sind die Menschen, die zum ersten Mal in ihrem Leben heiraten, immer älter - natürlich rein statistisch gesehen.

Das typische rheinland-pfälzer Brautpaar sieht, nach den amtlichen Mittelwerten, so aus:

Er ist 30 Jahre alt, sie 27.

Bei ihrem "zweiten Versuch", den ihnen ja keiner wünschen mag, wären sie 42 und 38 Jahre alt.

Eines übrigens hat sich bei den hiesigen Heiraten zu keiner Zeit geändert, das halbe Jahrhundert Hochzeitsstatistik mit 1.265.764 untersuchten Ringwechseln liefert den Beweis dafür:

Rheinland-Pfälzer heiraten, zumeist, jüngere Frauen.

Ca 110 druckzeilen Kasten:

Heiraten in der netten kleinen Hochzeitskapelle oder im stolzen Dom - der Lebensbund besiegelt mit geistlichen Worten und Weihrauchhauch? "Nein!", sagen dazu immer mehr junge Rheinland-Pfälzer.

Für sie ist das keine Traum-Trauung mehr.

Der Trend ist eindeutig und mit offiziellen Zahlen bewiesen:

Innerhalb nur eines Jahrzehnts hat sich beispielsweise die Zahl der katholischen Trauungen fast halbiert.

Nachdem jahrzehntelang die Kirche zum Heiraten gehörte wie das Hochzeitskleid, ging die Gesellschaft allmählich weg von der Amtskirche.

1990 bekamen in Rheinland-Pfalz von 25164 Eheschließungen noch 14623 den zeremoniellen Gottessegen.

Mehr als die Hälfte aller Ehe-Aspiranten ließen sich ihren Bund katholisch oder evangelisch absegnen.

Dann aber ließ besonders bei den Katholiken die Lust am kirchlichen Heiraten noch stärker nach.

Von 9500 katholischen Trauungen 1985 sank die Zahl, die dem Statistischen Landesamt gemeldet wurde, binnen elf Jahren auf 6482.

Und das in einem Zeitraum, in dem die rheinland-pfälzische Einwohnerzahl um über dreihundertausend stieg.

Den stärksten Rückgang mußten die Katholiken 1996 registrieren - fast zehn Prozent weniger Heiratsgottesdienste als im Vorjahr.

Auch die evangelischen Pfarrer können immer seltener die Vermählung zelebrieren.

Zwar sinken die Zahlen nicht so stark wie bei den Katholiken, aber auch hier ist der Schwund stetig:

In den neunziger Jahren wurde binnen sechs Jahren ein Rückgang von 5545 auf 4153 Trauungen verzeichnet.

Frank Rosenbauer Kreis Altenkirchen.

(fr) Die Müllgebühren im Kreis Altenkirchen sind überdurchschnittlich hoch.

Dies hat eine Untersuchung des Bunds der Steuerzahler (BdSt) Rheinland-Pfalz ergeben.

Ein normaler Drei-Personen-Haushalt zahlt im Landkreis Altenkirchen 455 Mark pro Jahr für die Beseitigung des Abfalls - das macht Platz 18 unter den 24 Kreisen im Land.

Es gibt Landkreise, in denen zahlt man nicht einmal die Hälfte davon.

Der Durchschnitt für alle Kreise beträgt 381 DM.

Ein "abfallbewusster" Sparhaushalt zahlt im Kreis Altenkirchen 347 Mark pro Jahr (20.

Platz landesweit).

Zwischen 160 und 630 Mark zahlt eine Durchschnittsfamilie in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr für ihren Müll.

Auf diese nach wie vor extremen Belastungs-Unterschiede hat der BdSt bei der Vorstellung des 99er Abfallgebühren-Vergleichs hingewiesen.

Im Mittel aller Städte und Kreise seien die Entgelte gegenüber dem Vorjahr um rund zwei Prozent gestiegen.

In den Städten zahlt eine dreiköpfige Musterfamilie durchschnittlich 384 Mark im Jahr für die Entsorgung ihres Abfalls.

Besonders teuer ist es mit 628 Mark in Landau, besonders günstig mit 160 Mark in Kaiserslautern.

Unter den Landkreisen markiert Trier-Saarburg mit 190 Mark den unteren und Ludwigshafen mit 556 Mark den oberen Rang der Belastungsskala.

Vielerorts, so der Hinweis des BdSt, könne durch eine Reduzierung der Abfallmenge viel Geld gespart werden.

Besonders in den Städten seien die Satzungen so ausgestaltet, dass bis zu 67 Prozent (Neustadt a.d.W.) Gebührenreduzierung möglich sei.

Auch die Landkreise Ludwigshafen und Daun böten gute Einsparmöglichkeiten (ca.

50%).

Gegenüber dem Vorjahr würden insgesamt höhere Sparanreize gegeben, womit der Bund der Steuerzahler seine entsprechenden Forderungen bestätigt sieht.

Gründe für die seit Jahren steigenden Gebühren sieht die Steuerzahlerorganisation zum Einen in den höheren Umweltschutz-Anforderungen und Verwertungsquoten.

Da diese gesetzlichen Rahmenbedingungen für alle Städte und Kreise gleichermaßen gelten, könnten damit alleine jedoch nicht die extremen Gebührenunterschiede erklärt werden.

Hier seien die einzelnen Kommunen aufgefordert, ihre Kosten zu überprüfen und mit günstigeren Anbietern zu vergleichen.

Dies ist nach Auffassung des BdSt jedoch nur ein erster Schritt zu einer effizienteren Abfallwirtschaft.

Die kommunalen Unternehmen sollten nicht nur in Wettbewerb untereinander, sondern auch mit privaten Anbietern treten.

Die Dynamik des Marktes werde dann einen Kostendruck verursachen, der sich positiv auf die Gebührenbelastung der Bürger auswirke, so der Steuerzahlerbund.

Kreis Altenkirchen.

(fr) Windkraftanlagen liefern Öko-Energie, verschandeln aber die Landschaft.

Auf die optische Belästigung bei relativ geringer Stromerzeugung hat der Bundesverband Landschaftsschutz, mit Schriftführer Dieter Krämer (Hamm/Sieg), bereits mehrfach hingewiesen - und macht nun ein neues Problem öffentlich:

Was, wenn die gigantischen Windräder außer Kontrolle geraten? In Hachenburg brach Anfang des Jahres ein Flügel ab.

Er flog etwa vierzig Meter durch die Luft.

Am selben Tag, so Dieter Krämer, flogen Flügelteile im Landkreis Uckermark, Brandenburg, über 300 Meter weit, fiel ein abgebrochener Flügel bei Burmönken im Kreis Wittmund zu Boden, zerstörte ein Blitz einen Flügel bei Wijnaldum in Holland und in Seglaberga in Schweden flog ein Flügelteil über 150 Meter weit.

Am vergangenen Montag nun, so der Bundesverband, geriet eine Windkraftanlage im niedersächsischen Grafschaft/Friesland in Brand.

Sie brannte völlig aus, Sachschaden eine Million Mark - die Feuerwehr war machtlos:

Mit ihrer 30 Meter hohen Leiter kam sie nicht an den Brand in 50 Meter Höhe.

In Brandenburg und Nordrhein-Westfalen seien ähnliche Fälle passiert, wobei Feuerwehr und Passanten vermeidbaren Gefahren ausgesetzt worden seien.

Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) weist darauf hin, dass Sicherheitsvorschriften für Windturbinen fehlen.

Er fordert ausreichende Sicherheitsabstände zwischen Windkraftanlagen und Straßen und Wegen.

Im dringenden öffentlichen Sicherheitsinteresse müsse ein Bereich von über 300 Metern durch Einzäunung für die Allgemeinheit unzugänglich sein.

Anlagenteile und Eisbrocken seien bis über 400 Meter geschleudert weit worden.

Eisbrocken schlugen in Autos ein.

Auf dem Galgenberg zwischen Allstedt und Nienstedt im Kreis Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) wurden am 1.

März 1999 zwei über zwanzig Meter lange Rotorblätter abgerissen und über 150 Meter weit weg geschleudert.

Ein Flügelteil flog im Windpark Renkenberge im Emsland weg.

Nachdem sich bei der baugleichen Anlage dieser Unfall im benachbarten Windpark Sustrum am wiederholte, wobei ein etwa sieben Meter langes Teil über zweihundert Meter weit geschleudert wurde, sind alle 32 Windkraftanlagen des Herstellers "Micon" in den beiden Windparks aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.

Nachdem im Vogelsbergkreis in Hessen zwei Generatoren von Windkraftanlagen des Auricher Herstellers "Enercon" vom Typ E 40 mitsamt Rotorblättern aus 63 Meter Höhe stürzten, hat der Vogelsbergkreis alle 17 baugleichen Anlagen stillgelegt.

Schon im vorvergangenen Juni warnte ein Londoner Professor das "Trade and Industry Committee, Energy Policy":

"Hinsichtlich der Sicherheit gibt es weder britische noch europäische Normen, nach denen Windparks oder Windturbinen auf ihre Sicherheit geprüft werden könnten."

Altenkirchen.

(fr) Wenn ein original DB-Triebwagen durchs Bühnenbild fährt, das Publikum auf kaltem Betonboden sitzt und Frauen mit Eisenstangen gegen einen Güterwagen schlagen - dann ist das ein Theatererlebnis, das man nicht oft bekommt.

Am Güterbahnhof Altenkirchen präsentierten das Haus Felsenkeller und die Verbandsgemeinde jetzt ein Open-Air-Theater im staatlich geförderten Kultursommer Rheinland-Pfalz.

Ebenso kühl, wie der am Abend geworden war, gestaltete sich auch die Szenerie auf der Bühne, die aus einem stählernen Güterwagen bestand.

"Manufractur", eine kaum bekannte Frauen-Theatergruppe aus Loxstedt-Donnern (bei Bremerhaven) spielte hier ihr selbst geschriebenes Stück "Deutschenmädchen - Franzosenliebchen".

Das spannende Thema - Liebe zwischen Kriegsfeinden - setzte die Frauengruppe in plakative Szenen um, in eine Grauzone zwischen abstrakt und klassisch.

Der rote Faden war schwierig zu identifizieren.

Das augenscheinlich als anspruchsvoll konzipierte Stück krankte daran, dass die Schauspielerinnen offenbar ständig ihre Rollen wechselten, und das mit verschwommenen Nationalitäten, weil zwei der vier Schauspielerinnen betont mit niederländischem Dialekt sprachen und eine Französin dabei war.

Weil kein Mann mitspielte, übernahmen die Frauen, denen das betroffene Bemühen ins Gesicht geschrieben stand, die Liebhaberrollen.

Auch französische Szenen wurden eingefügt, die jedoch streckenweise ebenso von Sprachfehlern strotzten wie die deutschen.

Fragen des Abends lauteten:

"War das jetzt gewollt falsch? Und warum? Oder hab' ich's nicht verstanden?" Die Frauen holten allerdings viel aus der kargen Kulisse heraus.

Ohrenbetäubend ließen sie die Schiebetüren zuknallen und donnerten mit Eisenstangen darauf, kratzten mit ihren Fingernägeln nerverweichend daran herum, ließen sich auf den Waggon geklammert durchs Bühnenbild schieben und auch gegen die Wände fallen, dass es nur so krachte.

Gesang und Akkordeon, eine mehr oder weniger freiwillig komische Slapstick-Einlage sowie die Spielzeit von nur einer Stunde machten den Abend dann doch sehr kurzweilig.

Positiv die Besucherzuspruch:

Knapp hundert Zuschauer fanden den Weg zum Güterbahnhof.

Das Risiko eines tödlichen Unfalls ist mit dem Fahrrad fast achtmal höher als im Auto, nach einer aktuellen Studie des Europäischen Rats für Verkehrssicherheit.

Katzwinkel.

(fr) Die JSRG Katzwinkel entwickelt sich immer mehr zu einem kreisweiten Servicecenter in Sachen Sicherheit auf zwei Rädern.

Ehrenamtlich sind allein im letzten Jahr etwa fünfhundert Kinder beraten worden, wie sie souverän fahren und ihr Fahrrad verkehrssicher halten.

Am laufenden Band richtet die Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) die Radturniere für den ADAC aus, meist mit zusätzlichen Attraktionen wie Fahrradflohmarkt und Gewinnspielen - und das von Altenkirchen bis Mudersbach, gerade wieder in Herdorf und Betzdorf.

Dort stellte der Landtagsabgeordnete Dr. Peter Enders fest, durch den Trainingsparcours werde "aktive Unfallvorbeugung betrieben".

Der stellvertretende DRK-Kreisvorsitzende:

"Spielend und mit viel Spaß wurde den Kindern vermittelt, wie wichtig die sichere Beherrschung gerade des eigenen Fahrrades ist."

Das nächste Radturnier findet am 24.

August in Elkenroth statt.

Erstmals wird die JSRG dabei ein Lehrerseminar mitgestalten und die Pädagogen über sicheres Radfahren informieren.

Parallel läuft derzeit die Fahrradkontrolle bei den Grundschulen (die WR berichtete).

Auch über die Kreisgrenzen hinaus ist das JSRG-Engagement inzwischen bekannt; mit der Jugendpflege Neunkirchen wird der Verein einen Fahrradnachmittag veranstalten.

Die JSRG verfügt über den Fahrradparcours, Broschüren, Informationsvideos und jahrelange Erfahrung.

Motor ist ihr Vorsitzender Gerhard Judt, der nicht ohne Stolz sagt:

"Die Kinder kennen mich inzwischen."

Wenn er dann beispielsweise erlebt, dass sich ein Kind mit Gesichtsverletzungen verschämt zur Seite dreht, wenn es Gerhard Judt erblickt, dann weiß der Katzwinkeler schon Bescheid - und stellt die richtige Frage:

"Na, bist du ohne Helm mit dem Fahrrad gefahren?" "Ja" war die Antwort in diesem Falle, "Nein" in einem anderen:

Als Rudolf Scharping seinerzeit einen Radunfall hatte - er trug dabei keinen Helm -, hat ihn Gerhard Judt eingeladen - "als mahnendes Beispiel.

Doch Scharping hat nur gelacht."

Konterkariert wird sein Engagement von vielen Erwachsenen.

Judt:

"Ich predige den Kindern:

Fahrt mit Helm, auf dem Radweg und mit verkehrssicherem Fahrrad!" Doch dann die Erwachsenen, die genau das Gegenteil tun.

Bei einem Radturnier anderer Art erlebte er kürzlich, wie drei Radfahrer nebeneinander auf der Straße fuhren, ohne Licht und Helm.

Daneben lief der Radweg - "doch den benutzten sie nur einmal, um an einer roten Ampel vorbeizufahren."

Angesichts solcher Anblicke würden ihn die Kinder fragen:

"Warum dürfen die das - und ich nicht?" Die dürfen das nicht, kann Judt antworten - doch obwohl die juristische Lage gerade vom Landgericht Köln geklärt wurde:

Das schlechte Beispiel können Gerichte kaum neutralisieren.

Ca 80 DZ Bild (in Bildaktu, judt.jpg):

Dr. Enders bei Fahrradturnier Betzdorf/Kreis Altenkirchen.

(fr) Die Gewinner der WR-Verlosungsaktion "Realm", Duftsets angereichert mit Pheromonen, stehen fest:

Christa Blum, Betzdorf; Jutta Becker, Scheuerfeld; Andrea Pees, Brachbach; Markus Schreiber, Katzwinkel; Hans-Georg Prapp, Niederfischbach.

200 Millionen US-Dollar wurden dem Wunderwasser in den USA umgesetzt.

Und auch die deutsche Vertriebsfirma wird jeden Monat mehr gefordert.

Wie die Vertriebsleitung in Kirchheim-Teck (Tel 07021/976707) gestern mitteilte, wird sie die Gewinner anrufen, um die Zustellung der Gewinne während der Ferienzeit zu gewährleisten.

"Anrede" "Vorname" "Name" "Adresse1" Kirchheim, 2.

Juli 1999 "Land"-"Postleitzahl" "Ort" Achtung neue Anschrift:

Carl-Zeiss-Straße 31 73230 Kirchheim/Teck Tel.:

00 49 / 70 21 / 9 80 32 - 0 Fax:

00 49 / 70 21 / 9 80 32 - 50 WR-Verlosungsaktion Herzlichen Glückwunsch!!! Sehr geehrter Herr "Name", wir - die Firma SALES AND MARKETING und die Westfälische Rundschau - bedanken uns für Ihre Teilnahme an unserer Verlosungsaktion und Ihr damit verbundenes Interesse an REALM(, das Parfum mit den einmaligen Inhaltsstoffen.

Da Sie, sehr geehrter Herr "Name", zu den ersten fünf Anrufern gehören, übersende ich Ihnen in der Anlage - wie in der Westfälischen Rundschau versprochen - ein Päckchen mit REALM(-Produkten.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie von unseren Düften überzeugen konnten und stehe Ihnen für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen Marianne Kaiser - 1 - Betzdorf.(fr) Die Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) Katzwinkel lädt alle Jugendgruppen im Großraum Betzdorf ein, an ihrer großen Ferienspaßaktion am 18.

Juli teilzunehmen und bietet ihnen die Gelegenheit, sich dort mit Infoständen, Vorführungen oder ähnlichem vorzustellen.

Die Ferienspaßaktion findet auf dem Siegparkplatz statt, wird gemeinsam mit der städtischen Jugendpflege ausgeführt und geht "rund ums Rad".

Die JSRG steht mit ihren Landesmeistern den Kindern zur Bewältigung ihrer Fahrradprobleme mit Rat und Tat zur Seite.

Ab 10 Uhr findet ein Kinderflohmarkt und ein Fahrradbasar statt, an dem alle Kinder teilnehmen können.

Parallel dazu findet das Fahrradturnier von ADAC und Deutscher Post AG statt, bei dem auch Eltern gegen ihre Kinder antreten können - "falls sie sich das trauen", schmunzelt JSRG-Vorsitzender Gerhard Judt.

Für Kinder ist die Teilnahme kostenlos, Eltern zahlen Startgeld.

Dieses kommt allen Kindern zugute, die mit einem verkehrssicheren Fahrrad antreten - sie nehmen automatisch an einer Verlosung teil.

Das Startgeld darf auch als Sachpreis gezahlt werden.

Im Tombola-Topf sind bereits ein Rundflug über Betzdorf, eine Fahrt mit einer 1300er Harley Davidson und einer 900er Kawasaki zum Eisessen.

Gute Radler können sich weiter qualifizieren, bis hin zu Europameisterschaften.

Die medizinische Betreuung übernimmt der Leitende Notarzt des Kreises Altenkirchen, Dr. Enders.

Auch er wird bei dem Fahrradturnier antreten, ebenso wie der stellvertretende Landrat Ottmar Haardt.

Sein Einsatz ist der Wanderpokal des Kreises, für die beste Schule bei der aktuellen JSRG-Verkehrssicherheitskontrolle für Fahrräder.

Die JSRG bietet allen Kinder- und Jugendgruppen, ob auf sportlicher, kirchlicher oder tänzerischer Ebene die Möglichkeit, sich vorzustellen.

Zugesagt hat bereit die Taek-Wan-Do-Jugend Niederfischbach, die beim Zertrümmern von Bauschutt wie Ziegel oder Bretter hilft.

Dringend gesucht wird eine Jugendgruppe, die bei der Aktion die Bewirtung übernehmen möchte.

Mehr Infos:

Gerhard Judt, Tel 02741/990256.

Mainz/Kreis Altenkirchen.

(fr) Als die Landtagsabgeordneten gestern in die Parlamentsferien gingen, bekamen sie einen digitalen Denkzettel mit auf den Weg.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Rheinland-Pfalz überreichte ihnen die aktuelle Schuldenuhr des Landes.

Am Computer können die Politiker die dramatische Entwicklung verfolgen:

Pro Sekunde rutscht das Land um rund fünfzig Mark tiefer in die roten Zahlen.

Täglich kommen 4,3 Millionen Mark neue Kredite hinzu.

Gestern um 12 Uhr stand die digitale Anzeige bei 35,74 Milliarden Mark.

Das sind 8.879 Mark pro Einwohner.

Bereits jede dritte Steuermark, so der BdSt Rheinland-Pfalz, müsse heute für den Schuldendienst ausgegeben werden.

Vor zehn Jahren war es rund jede fünfte.

Zudem sei das Land im Vergleich der westdeutschen Flächenländer weiter abgerutscht.

Nach dem Saarland und Schleswig-Holstein habe Rheinland-Pfalz mittlerweile die dritthöchste Pro-Kopf-Verschuldung.

Bis zum Jahresende, so die Steuerzahlerorganisation, wird das Land insgesamt 1,56 Milliarden Mark mehr ausgeben als einnehmen.

Dieses "Haushalten auf Pump und zu Lasten der zukünftigen Generationen" müsse endlich ein Ende haben, forderte der BdSt-Landesvorsitzende Wilhelm Wallmann.

Rheinland-Pfalz müsse die Ausgaben in den kommenden Jahren deutlich senken und nicht, wie beabsichtigt, weiter erhöhen.

Den sparwilligen Politikern empfiehlt der BdSt einen Blick in den neuen Subventionsbericht des Landes.

Dort sind Finanzhilfen in Höhe von 2,5 Milliarden Mark aufgelistet.

(ca 40 Druckzeilen) Betzdorf.

(fr) Für heiße oder laue Sommernächte verlost die WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU Betzdorf am ...

um ..

Uhr unter allen Lesern ein ganz besonderes Hilfsmittel:

Parfüms mit Pheromonen - den "Botenstoffen der Liebe".

Die Gewinne aus der Duftreihe "Realm" haben einen Gesamtwert von über 1000 Mark.

Pheromone sind biochemische Boten, deren aktives Produkt durch einen Chemo-Empfänger erfaßt wird.

Diese Pheromone erlauben, eine Gefahr vorauszuahnen, ein Territorium zu markieren oder die jeweilige sexuelle Verfassung zu übermitteln.

Das Parfüm "Realm" ist mit zwei synthetischen menschlichen Pheromonen versetzt und soll eine milde Euphorie erzeugen und so ein Anbandeln ohne Nervosität und Streß ermöglichen.

Forscher haben bereits im Jahr 1981 die Existenz einer pheromonalen Kommunikation der Menschen nachgewiesen.

Diese geschieht durch ein Organ, welches lange Zeit als "Reliquie der Evolution" betrachtet wurde:

das Vomeronasal-Organ (VNO).

Dieses ist im Inneren der Nase, gehört aber nicht zum Geruchssinn.

Die Entdeckung wurde durch unabhängige Institute bestätigt und durch die wissenschaftliche Presse weitergegeben.

Professor Luis Monti-Bloch, Neurophysiologe an der University of Utah, fand heraus, daß das VNO blitzschnell auf jeden Pheromonhauch reagiert.

Bereits nach einer zehntausendstel Sekunde seien physiologische Veränderungen meßbar.

Monti-Bloch:

"Ein Beweis, daß vom VNO Nervenbahnen direkt zum Gehirn führen; denn nur sie können eine derart rasche Reaktion bewirken."

Psychologie-Professor Werner Langthaler (Universität Münster) hat erklärt, der winzige Detektor für die Lockstoffe in unserer Nase sei derart empfindlich, daß viele hochmoderne Analysegeräte Mühe hätten, mitzuhalten.

Die VNO der Versuchspersonen von Monti-Bloch sprachen bereits auf 30 Pikogramm Pheromon an - das sind 30 Millionstel Teile eines Milliardstel Milligramm.

Betzdorf.

(fr) Heute/morgen um ...

Uhr ist es soweit:

Die ersten fünf Anrufer am Redaktionstelefon der WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU Betzdorf gewinnen ein ganz besonderes Duftset - angereicht mit Pheromonen, den "Botenstoffen der Liebe".

Verlost werden aus der Serie "Realm" je ein Parfum (50 ml), ein Duschgel (200 ml) und dazu, für männliche Gewinner, ein Aftershave-Balm (100 ml) und für weibliche Gewinner eine Body Lotion (200 ml).

Der Wert eines Sets beträgt zirka 200 Mark.

Der Anatomie-Professor David Berliner von der University of Utah erforscht seit über zehn Jahren die Pheromone.

"Was wir entdeckten", sagt Berliner, "werden wir als Medikamente vermarkten, etwa gegen Impotenz oder Störungen des Geschlechtstriebes - auf keinen Fall aber als Aufputschmittel."

Künstliche Pheromone könnten auch als Appetitzügler, Verhütungsmittel und Angstlöser eingesetzt werden.

In diese Forschung seien bisher fünf Millionen Dollar gesteckt worden.

Mitfinanziert wird dies durch Berliners Parfümkreation "Realm".

Es ist mit zwei synthetischen menschlichen Pheromonen versetzt und soll eine milde Euphorie erzeugen und so ein Anbandeln ohne Nervosität und Streß ermöglichen.

Es sei aber nicht zu erwarten, so der Erfinder, daß Menschen unter dem Einfluß der Substanzen übereinander herfielen wie männliche Motten über ein Stück Löschpapier, das mit weiblichen Lockstoffen getränkt ist.

Der Duft scheint zu wirken, denn er verkauft sich gut und wurde laut "Wall Street Journal" beispielsweise bei der Kaufhauskette Bloomingdales zum "Überraschungs-Hit".

Nach Angaben der deutschen Vertriebsfirma "S.A.M."

(Kirchheim/Teck) wurden bereits 200 Millionen Dollar mit dem Wunderwasser umgesetzt.

Wie das Magazin "stern" berichtete, wirft "Realm" den Konkurrenten auf dem internationalen Markt für Pheromon-Parfüms vor, "Schweine-Pheromone" zu verkaufen.

Dies sei korrekt, meldete der "stern":

Die meisten anderen Wässerchen sind laut Deklaration mit Androstenon verquirlt, einem Eber-Pheromon.

Und das wirkt beim Menschen nicht.

Altenkirchen.

(fr) Das größte heimische Kulturfestival, das inzwischen dritte "Zeltkulturen-Festival der Künste und Bewegungen", hat gut angefangen.

Der erste Abend in Altenkirchen bot populäre Jugendkultur - und provokantes Extrem-Theater.

Das große Programm eröffnete eine Hip-Hop-Nacht mit szenebekannten Namen (die WR berichtete im Vorfeld).

So kamen nicht nur interessierte Kids, sondern auch eine ganze Menge wahre Fans ins Acht-Master-Kulturzelt.

Sie konnten die durchweg deutschen Songs mitsingen und gerieten bei Songs wie "Oper ist scheiße!" schnell ins Tanzen.

Trotz teilweiser heftiger Texte war das keine jugendliche Subkultur, die sich im Zelt versammelte, sondern ein Treff moderater, mode- und markenbewußter Heranwachsender.

Die Szene idolisiert zwar eigentlich US-Ghetto-Künstler, aber die deutsche Adaption schmückt sich nur mit deren Impetus und ist eher sittsam.

Bevorzugtes Getränk, sogar auf der Bühne:

Coke classic.

Es wären sicher noch mehr Zuhörer angereist, allerdings ist das Hip-Hop-Klientel meist noch nicht im führerschein-fähigen Alter.

Nach diesem Softcore-Einstieg ging es hardcore weiter:

"Antagon", ein avantgardistischer Theatertrupp aus Frankfurt, hatte sich zur Geisterstunde angekündigt, die Walpurgis-Nacht zu feiern ...

Der Bühnenskandal vom ersten Festival - Punks hatten einer Helmut-Kohl-Puppe den Kopf weggeblasen - hätte sich mit diesem Extrem-Ensemble durchaus wiederholen können.

Während damals nur eine Handvoll Besucher und die Presse dabei war, saß diesmal nicht nur Bürgermeister Heijo Höfer in der ersten Reihe.

Auf heimischen Boden ist "Antagon" schließlich nicht unbekannt:

Beim Hachenburger Burggartenfest vor knapp drei Jahren schockte man mit nackter Haut und harter Blasphemie - eine "schwangere Nonne" ließ alle Hüllen fallen und kreischte diabolisch, während ein entblätterter "Sünder" kopfüber hängend eine Kirchenglocke darstellte.

Andererseits:

Antagon macht phantasievolles, professionelles Theater, das zwar jeden Effekt feiert, aber auch jeden Zuschauer trifft.

In Altenkirchen boten die Hessen eine Open-Air-Show, die nach Mitternacht die Zuschauer im kalten Parc de Tarbes frierend und gebannt ausharren ließ.

Abgedrehte, aufwendige Kostüme und überdrehte Aktionen; Feuer, Wasser, Duftrauch und harte, laute Trance-Musik - dazu ein Bühnenspiel, das permanent die schauspielerischen Mittel bis zum Anschlag ausreizt.

Kurz:

Theater mit Bleifuß.

Das Publikum klatschte nicht nur, es johlte.

Es gab auch in Altenkirchen nackte Haut, und auch Kirchenkritisches.

Doch die Story (das Stück hieß "Equinox Terminal") war eher Nebensache - und wohl keinen neuen Skandal wert ...

Obwohl es ja seinerzeit auch hieß, die kleinste deutsche Kreisstadt könne stolz sein, überhaupt mal einen Kulturskandal zu haben.

Daß sich das Städtchen dieses große Kulturfestival erlaubt, darauf indes kann es allemal stolz sein.

Ca 85 Druckzeilen (fr) In der dünn gesäten Landschaft des heimischen Tanzamusements hat sich ein besonderes Angebot inzwischen etabliert:

"Ballermann 6".

Sangria, Singlepartys, Strip-Shows - nachdem zwei Clubs ("Max" und "Steffi") in dem Disconeubau im Hachenburger Gewerbegebiet schnell die Flügel streckten, lockt das Erlebnis-Tanzlokal nun schon seit anderthalb Jahren Nachtschwärmer auch aus dem Kreis Altenkirchen und Siegen.

Die stehen mit den Füßen im Sand, "Baggerparty" ist eigentlich immer, und auch im übrigen wird versucht, Mallorca-Stimmung im Westerwald zu erzeugen.

Das hochprofessionelle Gastro-Team trägt Shorts und Urlaubsmontur - und hat Animateur-Qualitäten.

"Die Leute sollen das Gefühl haben:

,Hier kann ich auf dem Tisch tanzen und keiner ist böse'", beschreibt Geschäftsführer Holger Madel das Konzept, das in Hachenburg erprobt worden sei und so erfolgreich laufe, daß inzwischen sechs weitere "Ballermann 6" eröffnet worden seien, der jüngste im Ruhrgebiet.

"Die Zeiten, wo alle in der Disco nur gestanden und geguckt haben, sind vorbei", verkündet Holger Madel hoffnungsvoll - was allerdings nicht für seine jüngste "Wahl der Miss Popo" galt, denn die "Beachgirls" Natascha, Angel und Simone sorgten dafür, daß zumindest die männlichen Besucher mehr standen als tanzten und viel zum Gucken hatten (Bild).

(WR-Bild:

fr) (fr) Ein grandioses Varieté hat den Westerwald verlassen:

Am Wochenende gastierte zum letzten Mal "Palatino" im Hachenburger Burggarten.

Sängerinnen wie Jule Neigel, Joy Fleming und Pe Werner hatte die Zelttour in den heimischen Raum gebracht; diesmal trat die Chanteuse Clara Moreau an:

"Rendevouz mit Frankreich" lautet das diesjährige Motto des vom Land unterstützten Kultursommers Rheinland-Pfalz, der "Palatino" hervorbrachte und als kleinste Tourneestadt Hachenburg wählte.

Das "Adieu" war aber auch witzig.

Der Chaos-Comedian Rob Spence (Australien) brachte das Zelt bei allen drei Vorstellungen zum Toben; der skurille Kabarettist Detlef Schönauer stand ihm nicht nach.

Das weitere Programm (die WR berichtete im Vorfeld) war wieder verspielt-artistisch und von hohem Niveau.

Warum Palatino nicht mehr wiederkommt:

BAD KREUZNACH.

Warum führte ausgerechnet die australische "Lean Mean Gag Machine" Rob Spence die Moderation einer deutsche Show mit dem Motto "Rendezvouz mit Frankreich"? Der schrille Pantomime mit den irrsinnigen Verrenkungen war im vollbesetzten Zirkuszelt in Bad Kreuznach um die Antwort nicht verlegen:

"Die haben einen Franzosen gesucht, der deutsch sprechen kann, aber keinen gefunden."

Skurril, geistreich und bis an die Schmerzgrenze lebensnah schwadronierte der Kabarettist Detlev Schönauer über Hundehaufen, virtuelle Ehefrauen, Häuser mit Eternitplatten und Familienfeste beim Leichenschmaus.

Die Trampolinfreaks "Les Kids" aus Frankreich und deutsche "Blues Brothers Duo" verwandelten das Festzelt mit "Shake your Tailfeather" und "Soulman" in einen Bluestempel, während "Les Kids" zwischen den Reihen ihre halsbrecherischen Luftsprünge wagten.

Schau ihr in die Augen und du weißt sofort, hat dem Leben nichts geschenkt.

Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Sängerin mit dem "Mackie Messer Theme", das sie ohne Mikro, auf einer kleinen Kiste stehend, sang.

Von Sinnsuche, Begehren, Verzweiflung und natürlich von Liebe handelten ihre Chansons, für die die zierliche Frau mit der gewaltigen Stimme tosenden Applaus erhielt.

Betzdorf.

(fr) Für heiße oder laue Sommernächte verlost die WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU Betzdorf unter allen Lesern ein ganz besonderes Hilfsmittel:

Parfüms mit Pheromonen.

Pheromone sind biochemische Boten, deren aktives Produkt durch einen Chemo-Empfänger erfaßt wird.

Diese Pheromone erlauben, eine Gefahr vorauszuahnen, ein Territorium zu markieren oder die jeweilige sexuelle Verfassung zu übermitteln.

Forscher haben im Jahr 1981 die Existenz einer pheromonalen Kommunikation der Menschen nachgewiesen.

Diese erfolgt durch ein Organ, welches lange Zeit als "Reliquie der Evolution" betrachtet wurde:

das Vomeronasal-Organ (VNO).

Dieses ist im Inneren der Nase, gehört aber nicht zum Geruchssinn.

Die Entdeckung wurde durch unabhängige Institute bestätigt und durch die wissenschaftliche Presse weitergegeben.

Professor Luis Monti-Bloch, Neurophysiologe an der University of Utah, fand heraus, daß das VNO blitzschnell auf jeden Pheromonhauch reagiert.

Bereits nach einer zehntausendstel Sekunde seien physiologische Veränderungen meßbar.

Monti-Bloch:

"Ein Beweis, daß vom VNO Nervenbahnen direkt zum Gehirn führen; denn nur sie können eine derart rasche Reaktion bewirken.

Reagiert."

Psychologie-Professor Werner Langthaler (Universität Münster) hat erklärt, der winzige Detektor für die Lockstoffe in unserer Nase sei so empfindlich, daß viele hochmoderne Analysegeräte Mühe hätten, mitzuhalten.

Die VNO der Versuchspersonen von Monti-Bloch sprachen bereits auf 30 Pikogramm Pheromon an - das sind 30 Millionstel Teile eines Milliardstel Milligramm.

Bis heute wurden 56 verschiedene menschliche Pheromone isoliert.

Die Elektrogramme an der Nasenscheidewand haben erwiesen, daß vor allem zwei Pheromone großen Einfluß auf die VNO haben:

das Estratetaenol beim Mann und das Androstienone bei der Frau.

Der Anatomie-Professor David Berliner von der University of Utah erforscht seit über zehn Jahren die Pheromone.

"Was wir entdeckten", sagt Berliner, "werden wir nur als Medikamente vermarkten, etwa gegen Impotenz oder Störungen des Geschlechtstriebes - auf keinen Fall aber als Aufputschmittel."

Künstliche Pheromone könnten auch als Appetitzügler, Verhütungsmittel und Angstlöser eingesetzt werden.

In diese Forschung seien bisher fünf Millionen Dollar gesteckt worden.

Mitfinanziert wird dies durch Berliners Parfümkreation "Realm".

Es ist mit zwei synthetischen menschlichen Pheromonen versetzt und soll eine milde Euphorie erzeugen und so ein Anbandeln ohne Nervosität und Streß ermöglichen.

Es sei aber nicht zu erwarten, daß Menschen unter dem Einfluß der Substanzen übereinander herfielen wie männliche Motten über ein Stück Löschpapier, das mit weiblichen Lockstoffen getränkt ist.

Das Duftwasser scheint zu wirken, denn es verkauft sich gut und wurde nach Angaben des "Wall Street Journal" beispielsweise bei der Kaufhauskette Bloomingdales zum "Überraschungs-Hit".

Wie das Magazin "stern" berichtete, wirft "Realm" den Konkurrenten auf dem internationalen Markt für Pheromon-Parfüms vor, "Schweine-Pheromone" zu verkaufen.

Dies sei korrekt, meldete der "stern":

Die meisten Wässerchen sind laut Deklaration mit Androstenon verquirlt, einem Eber-Pheromon.

Und das wirkt beim Menschen nicht.

Betzdorf/Kreis Altenkirchen.

(fr) 200 Millionen US-Dollar wurden dem Wunderwasser in den USA umgesetzt, und auch in Deutschland wird die Vertriebsfirma jeden Monat mehr gefordert.

Ein grandioses Varieté hat den Westerwald verlassen:

Am Wochenende gastierte zum letzten Mal "Palatino" im Hachenburger Burggarten.

Die drei Vorstellungen (fr) Wer ausgezeichnete klassische Musik liebt, für den lohnt immer wieder eine Fahrt zum Hachenburger Schloss.

Die nunmehr 21 Jahre währende Arbeit des örtlichen Kulturkreises, dazu Sponsoren wie die Deutsche Bundesbank und die Telekom, sorgen für internationale Klasse auf der Bühne.

Zudem spielt der Sohn des Kulturkreis-Vorsitzenden Hans Christ die erste Solo-Bratsche bei den Berliner Philharmonikern - was die ausgezeichneten Kontakte der Veranstalter noch verbessert.

Einmal pro Saison rückt sogar der Südwestrundfunk mit einem Aufnahmewagen an, um ein Konzert für die Nachwelt zu dokumentieren.

Dies war nun wieder der Fall:

Bereits zum dritten Mal gastierte das weltweit renommierte Prager "Prazak-Quartett", ein Ensemble mit Violinen, Viola und Violoncello (Bild).

Die etwa 200 Zuhörer wahrten als Musikliebhaber absolute Stille bei der zweieinhalbstündigen Aufführung in dem Vortragssaal, der mit seinem 60er-Jahre-Ambiente leider nicht so schön ist wie das Schloss - der einzige Wermutstropfen bei den Konzerten, und auch nur ein optischer.

Der nächste Musikgenuss steht am 26.

Oktober ab 20 Uhr an, wenn die Bläser und Streicher des Mithras-Oktetts des Saarländischen Rundfunks Serenaden von Witt, Spohr und Beethoven servieren.

(WR-Bild:

fr) Katzwinkel/Betzdorf.

(fr) Hinter dem heimischen 2600 PS starken Konvoi, der sich kürzlich von Katzwinkel nach Betzdorf bewegte, steckte eine tolle Belohnung für Kinder, die auf sicheres Radfahren achten.

Die Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) Katzwinkel belohnte ihre Besten und wurde dabei von hiesigen Bikern und Truckern unterstützt.

Der Tross gratulierte auch dem JSRG-Vereinslokal zum 40-jährigen Geburtstag und der Wehbacher Feuerwehr zum "Fünfzigsten".

Vorneweg bei der "Gratulationstour" fuhr JSRG-Vorsitzender Gerhard Judt in einem roten Cabrio.

Der etwa 150 Meter lange Treck wurde danach angeführt von einem 500-PS-"Frauenpower-Lkw" ("trucked by Elke"), bestand aus 25 Motorrädern, dazu Sportwagen und einige PKWs, und endete mit einem 450 PS starken Truck.

Der Konvoi fuhr über Güdeln auf der B62 nach Betzdorf.

Dort wurde der Siegparkplatz quasi vollgeparkt.

Dann ging es in das JSRG-Stammlokal, die Eisdiele David.

Das Eisteam hatte speziell für diesen Tag ein "Bikereis" kreiert.

Anschließend fuhr der Treck über Wehbach nach Katzwinkel zum Kaffee und Kuchen in die Glückaufhalle, um der Feuerwehr zum Geburtstag zu gratulieren.

Die Blauröcke freuten sich über 56 zusätzliche Geburtstagsgäste.

Die Hälfte von ihnen war jünger als 16 Jahre, denn die Kinder der Biker sowie Geschwister hatten sich dem Konvoi angeschlossen.

Ursprünglich war diese Tour geplant für zehn Kinder der JSRG, um sie für besondere Verdienste zu ehren, beispielsweise Erstklässler, die ihren Fahrtenschwimmer gemacht haben, oder andere Vereinsmitglieder, die für behinderte Kinder der Sportjugend gesammelt haben.

"Wieder andere", so Vorsitzender Judt, "fuhren das ganze Jahr mit verkehrssicheren Fahrrädern" - darüber freut er sich besonders.

Judt dankt den Bikern und Truckern herzlich.

"In den langen Jahren meiner Jugendarbeit ist mir bei diesen so genannten verrufenen Rockern und Truckern immer wieder die besonders kameradschaftlich- kinderfreundliche Art aufgefallen, an der sich viele Leute ein Beispiel nehmen sollten."

Für nächstes Jahr wurde angeregt, diese Fahrt im Sommer mit Zelten und Grillen anzureichern.

Eigentlich hätte der Konvoi 3000 PS stark sein sollen.

Wegen dem anfangs schlechten Wetter waren es ein paar Pferdestärken weniger, weil die weiter entfernt wohnenden Biker Probleme mit der Nässe gehabt hätten.

70 Biker aus einem Umkreis von über hundert Kilometern hatten sich angesagt.

Vielleicht gut, dass nicht alle kamen - "dies hätte womöglich für ein gnadenloses Chaos in und um Betzdorf sorgen können", so Judt.

So kam "der harte Kern aus Siegerland" sowie "Lothar" mit seinem Riesenbike (Kawasaki Voyager, gibt's nur 60-mal in Europa) - der aus München anreiste.

Katzwinkel/Daun.

(fr) Die Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) Katzwinkel wird immer erfolgreicher.

Bei den jüngsten Landesmeisterschaften der ADAC-Fahrrad-Sicherheitsturniere holten die Radler nicht nur zwei Goldmedaillen, sondern stellten sogar 15 Prozent aller Teilnehmer.

Mit 21 Startern hatten sich diesmal derart viele Kinder bei den heimischen Turnieren der JSRG qualifiziert, dass Vorsitzender Gerhard Judt erklären konnte:

"Der Landkreis kann stolz sein.

Ich behaupte kühn, dass angesichts einer solch hohen Teilnehmerquote aus dem Kreis Altenkirchen hier die besten von Rheinland-Pfalz beheimatet sind!" Die ADAC-Gaumeisterschaft, gleichzusetzen mit einer Landesmeisterschaft, hatte insgesamt 141 Teilnehmer.

Die kleinste Teilnehmerin war Jacqueline Weller (1,33 Meter) - das kleine Kausenerin holte dennoch eine Goldmedaille, in der Klasse der 8- bis 9-jährigen Mädchen.

Den zweiten Klassensieg fuhr Stefanie Pfeifer (Katzwinkel) ein, die alle Konkurrentinnen in der Gruppe der 12- bis 15-jährigen besiegte.

Die beiden Mädchen werden nun vom ADAC zum Bundesfinale nach Karlsruhe eingeladen.

Trainer Judt hofft, dass Stefanie Pfeiffer nun die Nachfolge der enorm erfolgreichen Fahrerin Constance Fritzen angetreten hat.

Sie ist weiterhin dabei und steht dem Team als Betreuerin zur Verfügung.

Das Gesamtteam ist inzwischen auf über 50 Leute angewachsen, denn Eltern und Geschwister fahren als Fans mit.

Vorjahressiegerin Jennifer Hörner belegte diesmal "nur" den zweiten Platz (11- und 12-Jährige).

Das gute Gesamtergebnis komplettierte Peter Fritzen, der Bronze in der Königsklasse der Jungen erreichte.

Alle weiteren Starter aus Brachbach, Mudersbach, Dickendorf, Elkenroth, Betzdorf und Katzwinkel kamen mindestens ins vordere Mittelfeld.

Vorsitzender Judt betont, dass in der heutigen Zeit die Fahrräder mit immer aufwändigerer Technik ausgestattet werden.

"Mit 24 Gängen beispielsweise, da sind Kinder, die nur gelegentlich Rad fahren, teilweise extrem überfordert!" Auch deshalb seien die Geschicklichkeitsturniere zur Unfallvorsorge enorm wichtig.

Eltern, Lehrer und das Umfeld sollen in die Verkehrshilfe eingebunden werden.

"Unser Verein schafft es jedoch nicht alleine", so Judt, "sondern wir sind auf Hilfe angewiesen.

Hier bin ich vielen dankbar, zum Beispiel der Betzdorfer Eisdiele David und der Kirchener Spedition Herrmann - aber von der Kommune Katzwinkel sind wir enttäuscht."

Bild (auf Film):

Die erfolgreichen jungen Radler (v.l.):

Jennifer Hörner, Peter Fritzen, Jacqueline Weller und Stefanie Pfeiffer.

Ganz links im Bild Betreuer Peter Weile, im Hintergrund Trainer Judt.

Kreis Altenkirchen.

(fr) Die folkrockenden Pfarrerstöchter aus dem Westerwald haben es ganz schön weit gebracht:

Tournee durch Mosambik, Simbabwe, Südafrika - und drei Auftritte bei der Expo 2000.

Das Betzdorfer Rockforum vor fünf Jahren war eine der ersten Stationen der bezaubernden Frauenband "Lily of the valley", die nun auf dem Sprung in die Musik-Bundesliga ist.

Bei dem Betzdorfer Nachwuchsfestival war es einer jener Auftritte, die unvergessen bleiben.

1994 gewannen sie in Berlin den Wettbewerb "Treffen junger Musikszene", anschließend folgte eine Deutschlandtournee mit der Band "Poems for Laila" und seit einem TV-Auftritt in der Sendung "Na und" existiert auch eine Videoproduktion.

Mittlerweile sind die Studentinnen fast jedes Wochenende für ihre Konzerte in ganz Deutschland, Frankreich, Österreich, Holland und der Schweiz unterwegs.

Unter anderem als Vorgruppe der "Inchtabokatables", und auch schon anlässlich einer UNICEF-Gala im Düsseldorfer Hilton-Hotel.

"Lily of the valley" legen, im Gegensatz zu den meisten aktuellen Girlie-Groups, sehr viel Wert auf selbst gespielte Instrumente, was sich auch an der reichhaltigen Instrumentierung zeigt:

Bratsche, Querflöte, Akkordeon und Percussionelemente - neben Gitarre, Bass und Schlagzeug.

"Holz statt Metall", lautet das Motto, so Daniela Kaul zur WR.

Sie ist die Frontfrau der "Lilys" und gründete die Band seinerzeit gemeinsam mit ihren Schwestern Anke und Carolin - die Töchter des damaligen Pfarrers von Almersbach.

"Lily of the Valley" bedeutet übrigens "Maiglöckchen".

Der Bandname stammt jedoch von einem Spitznamen von Carolin Kaul, die inzwischen aber nicht mehr dabei ist.

Neben Daniela und Anke Kaul (Bass, Flöte, Gitarre) spielen Eva Risch (Viola, Akkordeon, Gitarre und Bass) sowie die Schlagzeugerin Uta Wagner mit.

Eine Mischung aus verschiedenen Stilelementen, aggressiver als Folk, leidenschaftlicher als Rock - so könnten Anke und Daniela, Eva und Uta kurz ihre Musik beschreiben.

Mehrstimmige Satzgesänge, klassische Elemente, Polka-Inputs, Irish-Folk-Roots und auch Anleihen bei der französischen Chansontradition machen ihre eigenwillige Musikmischung aus.

Eigenwillig ist auch ihr Verhältnis zur Musikindustrie.

Für ihre nun dritte CD sollten sie zeitgemäß auf Techno-Klänge umsteigen.

Aber "Holz statt Metall" ist nicht nur ein Spruch bei den Lilys - sie verließen die Plattenfirma, nahmen einen Kredit auf und produzieren ihre CD nun selbst.

Ob sich das Wagnis lohnen wird? Immerhin wurde in diesem Jahr sogar schon der Deutsche Musikrat auf die begabten Mädels aufmerksam und lud sie zu einer Afrika-Tournee ein.

In Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, konnten die Musikerinnen von der Bühne aus den Indischen Ozean sehen.

Der nächste Auftritt ist am 12.

November in Hamm, aber leider nicht an der Sieg.

Zuletzt waren sie vor einem Jahr in Weyerbusch zu erleben.

Vielleicht jedoch spielen sie bald schon wieder in der Betzdorfer Stadthalle.

Entsprechende Verhandlungen, so heißt es, laufen.

Bild:

Von Almersbach nach Maputo:

Daniel und Anke Kaul, Eva Wagner und Uta Risch.

Kreis Altenkirchen.

(fr) Seit nunmehr zehn Jahren engagiert sich die JSRG Katzwinkel kreisweit für die Verkehrssicherheit von jungen Fahrradfahrern - das ist jetzt mit einem Titel bei den Deutschen Meisterschaften belohnt worden.

Die JSRG-Fahrerin Jacqueline Weller aus Kausen gewann in ihrer Altersklasse das Bundesturnier *Mit Sicherheit ans Ziel*, das von ADAC und Post AG veranstaltet wird.

135.000 Kinder haben dieses Jahr an den Fahrradturnieren teilgenommen.

Die 1,33 Meter kleine Jacqueline war *die kleinste Teilnehmerin beim Bundesfinale*, so JSRG-Vorsitzender Gerhard Judt.

Dennoch siegte die Neunjährige in Karlsruhe, in ihrer Altersklasse der jüngsten Mädchen (8 bis 10 Jahre).

Entdeckt hat JSRG-Chef Judt das Radler-Talent bei einem Schulturnier in Elkenroth, das die JSRG organisierte und vom Vereinsvorsitzenden mit einem Fahrrad-Lehrgang für Lehrer ergänzt wurde.

Die Jungen und Mädchen der Jugendschwimm- und Radsportgruppe Katzwinkel haben vor genau zehn Jahren das ADAC-Turnier in ihrem Dorf eingeführt, inzwischen noch weitere in den umliegenden Gemeinden.

Für Tausende Kinder - 500 allein in diesem Jahr - organisierten sie bisher die Radturniere zur Verkehrssicherheit und denken sich dabei Aktionen drumherum aus, um die Anziehungskraft des Turniers zu steigern:

sportliche Wetten, Mountain-Bike-Kurse, Fahrradflohmärkte.

Außerdem arbeiten sie mit Grundschulen zusammen und kontrollieren dort die Fahrräder der Kinder auf Verkehrstauglichkeit.

Sportlichen Ehrgeiz geben ihnen die ADAC-Meisterschaften:

In diesem Jahr stellte der kleine Verein auch 15 Prozent aller Teilnehmer der Gau-Meisterschaften Mittelrhein.

*Bei den Deutschen Meisterschaften waren wir nun die besten Teilnehmer des Gaus Mittelrhein*, so Judt.

Eine andere Zahl freut den Vereinsvorsitzenden noch mehr:

Innerhalb weniger Jahre halbierte sich im Bereich der Schutzpolizei-Inspektion Betzdorf die Zahl der Radfahrer unter 15 Jahre, die sich im Straßenverkehr verletzen.

Das ist der Sinn des Fahrradturniers.

Hierbei kommt es darauf an, dass die Kinder ihre Fahrräder sicher beherrschen - und natürlich mit verkehrssicheren Fahrrädern fahren.

Die junge Jacqueline Weller ist offenbar ein Naturtalent, hat erst im vergangenen Sommer ihr erstes Turnier gefahren.

Der große Pokal, den sie nun in Karlsruhe bekam, *iss bahl grürser wie dat Mänsch*, also größer als sie selbst, wie ihre Oma bemerkte.

JSRG-Vorsitzender konnte beim Bundesturnier nicht als Trainer dabei sein, hielt aber per Handy ständig Kontakt.

Als die frohe Kunde kam, *wäre ich fast vom Gerüst gefallen*, erinnert sich Judt.

Die Nachwuchsfahrerin berichtet, ganz fachmännisch, dass ihr in der Entscheidungsrunde besonders *der Achter* und der Slalom schwer gefallen seien:

zwei Figuren aus dem Geschicklichkeitsparcours.

Eine Figur hat sie auch mitgenommen, nämlich das schwarzweiße Stofftier *Schneetiger*, als Talisman. Jacqueline Weller hat sich mit dem DM-Titel außerdem für die Europameisterschaften qualifiziert, die vergangenes Jahr in Riga (Lettland) stattfanden.

Diesmal werden sie wahrscheinlich in Hannover ausgetragen.

Mit dabei beim JSRG-Team im Deutschlandfinale war auch Stefanie Pfeifer aus Katzwinkel, die nun zum dritten Mal unter die besten zehn Fahrerinnen Deutschlands kam.

Nur um eine Zehntelsekunde fuhr sie diesmal an einer Medaille vorbei, auf den vierten Platz.

Sie startete als jüngste Fahrerin in der Altersklasse der ältesten Mädchen (12- bis 15 Jahre) und hat in den kommenden Jahren also noch die Chance, erneut in der *Königsklasse* anzutreten.

Um seine Schützlinge zu belohnen, hat der JSRG-Vorsitzende wieder etwas Besonderes organisiert:

Dank der Hilfe eines der vielen Unterstützer und Sponsoren können die Kinder im Sommer mit einer Motoryacht über den Rhein fahren.

Kreis Altenkirchen.

(fr) Landkreise und Gemeinden, die im Besitz von RWE-Aktien sind, sollten diese verkaufen.

Zu diesem Ergebnis kommt der Bund der Steuerzahler (BdSt) Rheinland-Pfalz nach einem Vergleich von Ertrag und Kosten der Beteiligungen.

Sofern der Verkaufserlös zum Abbau der Schulden eingesetzt werde, teilte der BdSt gestern weiter mit, seien die Zinsersparnisse höher als die Dividenden.

Aufgabe der Kommunen könne es nicht sein, mit dem Geld der Steuerzahler auf höhere Kurse zu spekulieren, so der BdSt.

Bis zu drei Millionen Mark können einzelne Landkreise nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes durch den Verkauf ihrer Anteile an der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke AG (RWE) pro Jahr sparen.

Dies komme dadurch zu Stande, dass die Verzinsung der Aktienpakete (Dividenden) niedriger sei als auf der anderen Seite für Kredite bezahlt werden müsse.

Die Empfehlung der Steuerzahlerorganisation lautet deshalb:

Beteiligungen verkaufen und mit den Einnahmen Schulden tilgen.

Am Beispiel des Kreises Altenkirchen stellt sich der Spar-Effekt folgendermaßen dar:

Ein Verkauf der RWE-Anteile kann den Schuldenstand um rund 71 Millionen Mark reduzieren.

Ersparte Zinsen bei gleichem Zinsniveau:

4,3 Millionen Mark.

Nach Abzug der Dividendenzahlung des Jahres 1998 von 1,2 Millionen Mark verbleiben unter dem Strich gut drei Millionen Mark mehr in der Kasse.

Die Landkreise Cochem-Zell und Rhein-Hunsrück wären nach einem Verkauf der RWE-Aktien sogar schuldenfrei.

Auch den Hinweis auf mögliche Kurssteigerungen lässt der BdSt nicht gelten.

Eine solche Spekulation könne leicht nach hinten losgehen - zumal dann, wenn das Zinsniveau steigt.

Kausen.

Die neunjährige Jacqueline Weller aus Kausen hat beim Bundesturnier "Mit Sicherheit ans Ziel", von ADAC und Post AG veranstaltet, einen ersten Platz erreicht - als wohl kleinste Teilnehmerin.

Weller startete für die Jugendschwimm- und Radsportgruppe (JSRG) Katzwinkel, die sich seit nunmehr zehn Jahren kreisweit für die Verkehrssicherheit von jungen Fahrradfahrern engagiert.

Auch dafür ist der Titel bei den Deutschen Meisterschaften ein passendes Lob.

135.000 Kinder haben dieses Jahr an den Fahrradturnieren teilgenommen.

Die 1,33 Meter kleine Jacqueline war "die kleinste Teilnehmerin beim Bundesfinale", so JSRG-Vorsitzender Gerhard Judt.

Dennoch siegte die Neunjährige in Karlsruhe, in ihrer Altersklasse der jüngsten Mädchen (8 bis 10 Jahre).

Entdeckt hat JSRG-Chef Judt das Radler-Talent bei einem Schulturnier in Elkenroth, das die JSRG organisierte und vom Vereinsvorsitzenden mit einem Fahrrad-Lehrgang für Lehrer ergänzt wurde.

Die Jungen und Mädchen der JSRG Katzwinkel haben vor genau zehn Jahren das ADAC-Turnier in ihrem Dorf eingeführt, inzwischen noch weitere in benachbarten Gemeinden.

Für Tausende Kinder - 500 allein in diesem Jahr - organisierten sie bisher die Radturniere zur Verkehrssicherheit und denken sich dabei Aktionen drumherum aus, um die Anziehungskraft des Turniers zu steigern:

sportliche Wetten, Mountain-Bike-Kurse, Fahrradflohmärkte.

Außerdem arbeiten sie mit Grundschulen zusammen und kontrollieren dort die Fahrräder der Kinder auf Verkehrstauglichkeit.

Sportlichen Ehrgeiz geben ihnen die ADAC-Meisterschaften:

In diesem Jahr stellte der kleine Verein auch 15 Prozent aller Teilnehmer der Gau-Meisterschaften Mittelrhein.

"Bei den Deutschen Meisterschaften waren wir nun die besten Teilnehmer des Gaus Mittelrhein", so Judt.

Eine andere Zahl freut den Vereinsvorsitzenden noch mehr:

Innerhalb weniger Jahre halbierte sich im Bereich der Schutzpolizei-Inspektion Betzdorf die Zahl der Radfahrer unter 15 Jahre, die sich im Straßenverkehr verletzen.

Das ist der Sinn des Fahrradturniers.

Hierbei kommt es darauf an, dass die Kinder ihre Fahrräder sicher beherrschen - und natürlich mit verkehrssicheren Fahrrädern fahren.

Die junge Jacqueline Weller ist offenbar ein Naturtalent, hat erst im vergangenen Sommer ihr erstes Turnier gefahren.

JSRG-Vorsitzender konnte beim Bundesturnier nicht als Trainer dabei sein, hielt aber per Handy ständig Kontakt.

Als die frohe Kunde kam, "wäre ich fast vom Gerüst gefallen", erinnert sich Judt.

Die Nachwuchsfahrerin berichtet, ganz fachmännisch, dass ihr in der Entscheidungsrunde besonders "der Achter" und der Slalom schwer gefallen seien:

zwei Figuren aus dem Geschicklichkeitsparcours.

Eine Figur hat sie auch mitgenommen, nämlich das schwarzweiße Stofftier "Schneetiger", als Talisman. Jacqueline Weller hat sich mit dem DM-Titel zudem für die Europameisterschaften qualifiziert, die vergangenes Jahr in Riga (Lettland) stattfanden.

Diesmal werden sie wahrscheinlich in Hannover ausgetragen.

Mit dabei beim JSRG-Team im Deutschlandfinale war auch Stefanie Pfeifer aus Katzwinkel, die nun zum dritten Mal unter die besten zehn Fahrerinnen Deutschlands kam.

Nur um eine Zehntelsekunde fuhr sie diesmal an einer Medaille vorbei, auf den vierten Platz.

Sie startete als jüngste Fahrerin in der Altersklasse der ältesten Mädchen (12- bis 15 Jahre) und hat in den kommenden Jahren also noch die Chance, erneut in der "Königsklasse" anzutreten.

Um seine Schützlinge zu belohnen, hat der JSRG-Vorsitzende wieder etwas Besonderes organisiert:

Dank der Hilfe eines der vielen Unterstützer und Sponsoren können die Kinder im Sommer mit einer Motoryacht über den Rhein fahren.

Frank Rosenbauer Mainz/Kreis Altenkirchen.

(fr) Die Entgegnungen des Landrats Dr. Alfred Beth zu möglichen Millionen-Einsparungen durch einen RWE-Aktien-Verkauf (die WR berichtete) hat der Bund der Steuerzahler mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.

Laut Angaben des Landkreises, die an das Innenministerium übermittelt wurden, betrug die Dividende 1998 1.223.724 Mark.

"In 1999 sollen es fast fünf Mal soviel sein?", fragt Jan Kurth vom Steuerzahlerbund Rheinland-Pfalz - "dafür sind die Zinsen aber geringer als sie das Statistische Landesamt für 1998 ausweist."

Der Steuerzahlerbund wird in den nächsten Tagen die Landkreise nochmals anschreiben und um Aufklärung bitten.

Die Interessenvertreter der Steuerzahler vermuten, dass der Kreis dem Innenministerium lediglich jene Darlehen mitgeteilt hat, die er selbst erhält - und nicht jene seiner Betriebe, wie Westerwaldbahn, Musikschule und weitere.

Gegenüber dem Innenministerium hat der Kreis Altenkirchen den Wert des Aktienpaketes mit 70,9 Millionen Mark beziffert und die Dividende für 1998 mit 1,22 Millionen angegeben.

Gegenüber der WR spricht Landrat Beth davon, das gesamte Aktienpaket habe einen Wert von fast 180 Millionen Mark.

5,8 Millionen Mark Dividenden und Steuererstattungen habe der Kreis 1999 erhalten.

Ein Wert für 1999 ist in der Drucksache des Innenministeriums nicht zu finden.

Eine Erklärung für diese unterschiedlichen Zahlen:

Die Angaben des Innenministeriums beziehen sich nur auf die Aktien, die direkt beim Kreis und nicht in den Eigenbetrieben gehalten werden.

Dann dürfen diesen Aktien natürlich nur die direkt auf den Kreis entfallenen Dividenden gegenübergestellt werden:

5,8 minus 4,3 gleich 1,5 Millionen.

Jetzt sieht der Vergleich mit den Zinsen, die der Landrat mit 5,4 Millionen angibt (Statistisches Landesamt für 1998:

6,1 Millionen) ganz anders aus.

"Deswegen", so die Interessenvertreter der Steuerzahler, "bleiben wir bei unserer Bewertung:

Aktien verkaufen, Schulden tilgen und Zinsen sparen!" Zu Dr. Beths Vorwurf "Wer nur die Dividende einer Aktie errechnet, sagt nur die halbe Wahrheit", sei folgendes zu sagen:

"Was hat der Kreis von Kurssteigerungen, so lange er seine Aktien nicht verkauft? Dies zu Ende gedacht würde bedeuteten, die Aktien nie zu verkaufen, weil die Kurse steigen könnten.

Hierauf zu spekulieren sollte aber nicht mit öffentlichen Geldern geschehen, sondern Privaten überlassen werden."

Eignet sich die Aktie überhaupt zur Spekulation? Der renommierte Beratungs-Riese Merill Lynch erstellt seit Jahren eine Liste der fünf aussichtsreichsten deutschen Aktienwerte.

Die RWE-Aktie gehörte lange Zeit dazu, lange Zeit hatte das Energieunternehmen eine Monopolstellung - im vergangenen Jahr wurde die RWE-Aktie von der Liste gestrichen.

Bild:

Kursverlauf der RWE-Aktie von Ende 1997 bis heute.

Mit 180 Millionen Mark hängen der Landkreis und seine Betriebe an den Aktien - einen Verkauf findet Landrat Beth "finanzpolitisch töricht".

Hamm.

(fr) Ortsbürgermeister Hans Schmidt versuche, seine Unzulänglichkeit durch Flucht nach vorne zu vertuschen, erklärt die FDP Hamm.

Die Ankündigung eines "Workshops" zur Heilung der Fehlplanung Baugebiet "Auerhardt" sei eine reine Verzweiflungstat.

Die FDP bleibe dabei, so Ortschef Detlef Klein:

Der Bebauungsplanentwurf sei ein "unkoordiniertes Mischmasch" von Beiträgen und Gefälligkeitsgutachten - unter dem hochtrabenden Deckmantel einer "städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme".

Das Zugeständnis einer Neuplanung beweise dies.

Es solle nun - wieder unter vermeidbarer Verschwendung von Steuergeldern - der Versuch unternommen werden, zu retten was nicht zu retten sei.

Damit beweise Ortsbürgermeister Hans Schmidt einmal mehr seine Spezialität, mit "Phantomplanungen heiße Luft um die Ecke zu schaufeln", statt echte Politik im Interesse aller Bürger zu verwirklichen.

Die Liberalen monieren, dass in Hamm Politik, die diesen Namen verdiene, nicht mehr stattfinde.

Sie sei auf Fraktionssprecherrunden und "Telefonseelsorge" verengt worden.

Die gesetzlich vorgeschriebene Bürgerfragestunde des Ortsbürgermeisters sei seit Jahren eingeschlafen.

Seit die FDP sich aus der Koalition mit CDU und FWG gelöst habe, sei sie an keinen Koalitionszwang mehr gebunden und könne konstruktive Politik betreiben.

Gerade konnte sie auch ihr 50.

Mitglied begrüßen:

Andrea Schröder aus Hamm, Gattin des Verbandsgemeinde-Bürgermeisterkandidaten Heiko Schröder.

Damit habe sich der Ortsverband innerhalb von einem Jahr verdoppelt, erklärte Detlef Klein als Vorsitzender.

Das Durchschnittsalter habe sich verjüngt und der Anteil mündiger Frauen sei erhöht.

Dieser Trend werde weiter verfolgt.

Am Wahlabend beantragte Andrea Schröder (Mitte) spontan die Mitgliedschaft in der FDP.

Sie wurde nun als 50.

Mitglied bei einer Feierstunde aufgenommen.

Rechts im Bild Ortsverbandschef Detlef Klein, links Wolfgang Ebisch, Vorstandsmitglied des FDP-Ortsverbandes Hamm.

Ein geistig Behinderter fuchtelt mit einem Spielzeuggewehr aus Plastik herum - Polizisten antworten mit 21 Schüssen, aber nicht aus Plastik, sondern aus Stahl:

Der Behinderte wird erschossen.

Erst schießen, dann fragen? Keine Szene aus dem Wilden Westen oder einer Bananenrepublik - sondern aus der deutschen Bundesrepublik, so passiert im letzten Sommer in Schwaben, in einem Wald nahe Ulm.

Die Gefangenen-Hilfsorganisation Amnesty International hat diesen Vorfall in ihren Weltjahresbericht 2000 aufgenommen.

Deutschland kommt jedoch relativ gut weg.

Amnesty kritisiert Misshandlungen durch die Polizei, ebenso in Österreich, sowie schlechte Abschiebehaft-Bedingungen am Frankfurter Flughafen - belegt an einzelnen Fällen, die jedoch als Einzelfälle erscheinen.

Amnesty International bilanziert nicht, dass Kritikwürdiges in Deutschland oder Österreich an der Tagesordnung wäre.

Der gesamte Jahresbericht ist eher zurückhaltend und vorsichtig verfasst, anders, als man es angesichts der kämpferischen Aktions-Attitüde der Organisation erwarten würde.

Und Ungarn? Hier klingt die Kritik von Amnesty schon schärfer.

Viele Asylsuchende würden inhaftiert und meldeten "zahlreiche Fälle" von Schlägen und dem willkürlichen Einsatz von Reizgas durch das Wachpersonal.

Nach eigenen Aussagen würden sie "häufig" von Wärtern mit Schlagstöcken verprügelt, wenn sie sich zum Essen nicht in Reih und Glied aufstellten.

Auch sollen Wärter den Asylsuchenden CS-Gas ins Gesicht oder in die Toilette gesprüht haben.

Beispiele werden aus den Haftanstalten Balassagyarmat und Nyirbátor genannt, die auch von einer Amnesty-Delegation unter die Lupe genommen wurden.

Ein Asylsuchender aus Sri Lanka zum Beispiel soll auf den Kopf geschlagen worden sein, nachdem er den Mülleimer nicht leerte - er konnte nicht, weil er, wie er angab, Arm- und Beinverletzungen hatte.

Einen eigenen Abschnitt widmet man im Jahresbericht dem Fall Tibor Karancsi, dem ehemaligen Polizeihauptmann.

Weil er leitende Polizeibeamte aus Szeghalom öffentlich der Korruption bezichtigt hatte, wurde er degradiert und mit drei Jahren Haft wegen Rufmord bedroht.

Auch die Roma sind ein Thema.

Amnesty kritisiert, dass die ungarische Regierung keinen Anlass für ein gesondertes Anti-Diskriminierungsgesetz sehe.

Polizeiermittlungen in gemeldeten Fällen von Misshandlungen an Roma passierten "offenbar weder zügig noch unparteiisch".

Die Kritik an den Zuständen beim EU-Beitrittskandidaten Tschechien ist allerdings noch stärker:

Hier spricht man sogar von "Willkür" im Rechtssystem.

Das neue Ausländergesetz gebe der Polizei Vollmachten, die Willkür begünstigen.

Die tschechische Strafjustiz sei nicht in der Lage, Gewalttaten mit rassistischem Hintergrund wirksam zu verhindern oder zu bekämpfen.

Auch der Wille fehle, bestehende Gesetze auszuschöpfen.

Im Februar riefen 15 Skinheads in einem Lokal in Náchod rassistische Parolen und griffen fünf Roma sowie einen weiteren Mann an, dem sie Fausthiebe gegen den Kopf versetzten und einen Zahn ausschlugen.

Die Polizeibehörden stuften diesen Vorfall offenkundig als Kneipenschlägerei ein - nicht als rassistischen Angriff.

Viel härter kritisiert die Hilfsorganisation indes die Situation in den USA.

Denn dort ist vieles gesetzlich erlaubt, wird systematisch praktiziert, was Amnesty International als Menschenrechtsverletzung brandmarkt:

Regelmäßige Hinrichtungen, sogar von Geisteskranken und Minderjährigen; Isolationshaft für Kinder, die in Erwachsenengefängnisse gesteckt werden; 45.000-Volt-Elektroschockwaffen in den "Supermaximum-Sicherheitsgefängnissen" ...

Immerhin entschied jüngst ein US-Bundesgericht:

Wenn Polizisten friedlichen Demonstranten flüssiges Pfefferspray in die Augen reiben, ist das "unvernünftiger Einsatz von Gewalt".

Womöglich gibt es auch viel "unvernünftigen Einsatz von Urlaubsgeld" ...

wenn man von der Situation in anderen beliebten Ferienländern liest.

Zum Beispiel die Dominikanische Republik, wo besonders die Deutschen so gerne ihre Devisen hintragen.

Sogar staatliche Stellen selbst berichten, dass dort "exzessive Gewalt" in Gefängnissen ausgeübt wird.

Der Bericht sagt auch, was dagegen getan werden kann.

Zwei dominikanische Polizisten beispielsweise sollen einen Pater vor seiner Kirche ermordet haben.

"Ausnahmsweise" kamen sie vor Gericht, so Amnesty - "wegen des Drucks durch die Öffentlichkeit."

Einer der beiden Polizisten wurde sogar verurteilt.

Druck durch die Öffentlichkeit- das schärfste Schwert von Amnesty International, in unzähligen Aktionen geschwungen.

Doch darüber schreibt die Hilfsorganisation in ihrem Bericht wenig, eher im Vorwort und im Anhang.

Glücklicherweise ist dieser Jahresbericht kein detaillierter Tätigkeitsbericht, sondern eher ein aktuelles Länderlexikon.

Zu jedem Land erfährt man auch die wichtigsten Zahlen und Daten sowie die jüngste politische Entwicklung.

Insgesamt sehr sachlich und fundiert geschrieben, kann dieser Jahresbericht somit jeden interessieren.

Der fast 700 Seiten lange Bericht ist gerade als preisgünstige Taschenbuchausgabe erschienen und im Fischer-Verlag, Frankfurt am Main, erhältlich.

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© Frank Rosenbauer, http://www.rosenbauer.de